"Unser Ziel war es immer, die Beschränkungen so bald wie möglich aufzuheben", sagte Gesundheitsministerin Lena Hallengren am Dienstag vor Journalisten. Sie berief sich dabei auf die Fortschritte der schwedischen Impfkampagne und die gute epidemiologische Lage im Land. Ab dem 29. September gelten in Schweden nur noch Empfehlungen, etwa für Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln im öffentlichen Raum. Für Großereignisse erwägt die Regierung, einen Gesundheitspass einzuführen, wie er bereits in zahlreichen anderen Ländern genutzt wird.

Lockerungen ab Ende September

Die schwedische Regierung hatte in der Corona-Krise keine Lockdowns verhängt. Stattdessen empfahl Stockholm, Möglichkeiten zum Homeoffice zu nutzen und begrenzte die Teilnehmerzahl bei Versammlungen. Für Restaurants und Cafés galten Beschränkungen der Öffnungszeiten, die zum Teil noch in Kraft sind. Die jüngste Aufhebung der Beschränkungen ist Teil eines im Mai veröffentlichten Plans mit fünf Etappen. Die vierte Etappe wird Ende September erreicht.