Eine Trauerfeier in Schwäbisch Gmünd hat eine lokale Corona-Infektionswelle ausgelöst. Das Landratsamt Ostalbkreis teilte am Dienstagmittag mit, dass die Zahl der bekannten Corona-Fälle im Zusammenhang mit der Trauerfeier von 47 auf 58 gestiegen ist.

Göppingen/Geislingen

Corona in Schwäbisch Gmünd: Zwölf Kinder unter den Infizierten

Unter den Infizierten seien auch zwölf Kinder vom Säuglings- bis ins Teenageralter. Der Gesundheitszustand der Infizierten reicht demnach von minimalen Symptomen bis zu starken Krankheitserscheinungen, die einen Klinikaufenthalt erforderlich machen.
Die Trauerfeier mit laut Landratsamt mehr als hundert Teilnehmern hatte bereits am 14. Juli in Schwäbisch Gmünd stattgefunden. In der Folge nahm das Gesundheitsamt des Ostalbkreises bislang insgesamt etwa 400 Corona-Tests vor, darunter auch in Schulen. Eine Kita in Schwäbisch Gmünd war vergangene Woche vorübergehend geschlossen worden.

Entwarnung für erste Schulen in Schwäbisch Gmünd

Wie das Landratsamt Ostalbkreis am Dienstagabend mitteilte, liegen inzwischen die Corona-Testergebnisse aus mehrerer Schulen vor. Die Klassen der
  • Pestalozzischule in Herlikofen,
  • des Parlergymnasiums Schwäbisch Gmünd
  • und des Rosensteingymnasiums in Heubach
wurden – wie bereits zuvor die Klassen der Adalbert-Stifter-Realschule – alle negativ getestet. Bislang wurde jedoch ein Mitschüler eines infizierten Kindes positiv getestet.
Am Mittwoch werden die restlichen Testergebnisse erwartet.

Gesundheitsamt Ostalbkreis ermittelt weitere Kontaktpersonen

Das Gesundheitsamt arbeite weiter intensiv daran, die Kontaktpersonen zu ermitteln und die Infektionsketten schnell zu unterbrechen, erklärte das Landratsamt. Alle Erkrankten und Kontaktpersonen ersten Grades befänden sich in häuslicher Isolation.

Der als erster infizierte Trauergast konnte ermittelt werden

Unklar blieb zunächst, inwieweit das Infektionsgeschehen inzwischen eingegrenzt ist. Inzwischen konnte ermittelt werden, welcher Trauergast als erster mit dem Virus infiziert gewesen sein könnte, hieß es. Den Angaben zufolge könnten sich noch weitere Menschen angesteckt haben. Die genaue Zahl der Teilnehmer an der Trauerfeier und deren Wohnsitze seien den örtlichen Behörden weiter nicht bekannt, so dass das Gesundheitsamt auf die Angaben der Trauergäste angewiesen sei. Eine Verpflichtung zur Erstellung einer Teilnehmerliste bei der Trauerfeier bestand nach Angaben des Landratsamts nicht.
Unterdessen wurde bekannt, dass es im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch von Schwäbisch Gmünd auch etliche Verdachtsfälle und mindestens eine bestätigte Infektion im Nachbarkreis Göpppingen gibt.

Corona-Zahlen im Ostalbkreis: Das ist der aktuelle Stand

Die neuen Zahlen zur Corona-Statistik des Ostalbkreises lagen am Mittwochmorgen noch nicht vor, sie bilden den Stand von Dienstag, 28.07.2020 ab:
  • Corona-Erkrankte im Ostalbkreis insgesamt: 1.717 (+11 zum Vortag)
  • Aus Isolation Entlassene:1.620 (+ 5 zum Vortag)
  • Aktive Fälle: 54 (+ 6 zum Vortag)
  • An Corona Gestorbene: 43 (unverändert zum Vortag)