• Die Corona-Zahlen in Deutschland sinken wegen der Feiertage leicht.
  • Das Bund-Länder-Treffen am Montag wurde jedoch abgesagt.
  • Nun stehen Medienberichten nach bundeseinheitliche Lockdown-Regeln im Raum
  • Zunächst bis 18. April gilt die aktuelle Verordnung im Freistaat: Welche Regeln gelten in Bayern?
Die dritte Corona-Welle rollt durch Bayern. Angesichts der hohen Infektionszahlen verschiebt die Staatsregierung mögliche Corona-Lockerungen und den Start der Modellprojekte für weitere Öffnungsschritte um mindestens zwei Wochen. Auch in Regionen, in denen wegen einer 7-Tage-Inzidenz unter 50 oder 100 theoretisch weitere Öffnungen in den Bereichen Außengastronomie, Kultur und Sport möglich wären, können diese also frühestens ab dem 26. April erfolgen. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in München. Auch der Start von Modellprojekten für weitergehende Corona-Lockerungen wird entsprechend verschoben.
Das gilt aktuell in Bayern.

Video Söder: Corona-Lockerungen frühestens Ende April

Corona-Gipfel abgesagt: Regeln in Bayern gelten weiter

Der für den 12.04.2021 geplante Corona-Gipfel von Bund und Ländern ist abgesagt. Das berichtet „Tagesschau.de“. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters sollen die Regeln in den Bundesländern, also auch die Corona-Regeln Bayern weiter gelten.

Treffen und Kontaktbeschränkungen in Bayern: Zu wie viel darf man sich treffen?

Jeder Mensch in Bayern ist grundsätzlich dazu verpflichtet, möglich wenige Personen zu treffen, die nicht mit ihm zusammenleben, und dabei einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. In Regionen mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 100 gilt: Nur Treffen von Angehörigen eines Hausstands mit genau einer Person eines anderen Haushalts sind erlaubt. Bei einer Inzidenz von weniger als 100 dürfen sich bis zu fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen. In Gebieten mit einer Inzidenz von weniger als 35 sogar bis zu zehn Menschen aus höchstens drei Haushalten. Kinder unter 14 Jahren werden bei der Höchstzahl nicht berücksichtigt.

Einzelhandel: Welche Geschäfte haben geöffnet? Das gilt für Läden und Geschäfte in Bayern

Dort, wo die 7-Tage-Inzidenz unter 100 liegt, dürfen Geschäfte öffnen. Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 100, so dürfen die Läden nur Kunden empfangen, die sich vorher anmelden und einen Termin vereinbaren („Click and Meet“).
Auch in den Hotspots mit einer Inzidenz von über 100 sind die Geschäfte für den täglichen Bedarf geöffnet. Dazu zählen unter anderem:
  • Lebensmittelläden,
  • Getränkemärkte,
  • Reformhäuser,
  • Apotheken,
  • Tankstellen
  • und Drogerien
In den Geschäften gelten generell Auflagen wie eine Höchstzahl an Kunden je nach Größe der Verkaufsfläche und örtlicher Inzidenz sowie eine Maskenpflicht: Kunden müssen eine FFP2-Maske tragen. Auch geschlossene Läden dürfen bestellte Waren ausliefern, eine Abholung durch den Kunden („Click and Collect“) ist möglich. Dabei müssen die Abstandsregeln eingehalten und FFP2-Masken getragen werden.

Baumärkte: Söder schließt Baumärkte, Buchhandlungen und Gärtnereien in Hotspots

Die Regeln für den regulären Einzelhandel gelten in Bayern nun auch wieder für Baumärkte. Denn folgende Geschäfte zählen nicht mehr zu den Läden des täglichen Bedarfs:
  • Blumenfachgeschäfte
  • Gartenmärkte
  • Gärtnereien
  • Baumschulen
  • Baumärkte
  • Buchhandlungen
Für sie gelten also inzidenzabhängige Regeln für die Öffnung.

Corona News Bayern Schule: Das gilt an den Schulen in Bayern

Liegt die 7-Tages-Inzindenz örtlich unter 100, findet an allen Schularten und in allen Jahrgangsstufen Unterricht im Klassenzimmer statt - reiner Präsenzunterricht ist machbar, wenn dort der Mindestabstand eingehalten werden kann, sonst gibt es Wechselunterricht. Ist der Wert unter 50, gibt es unabhängig davon in allen Grundschulklassen und Förderzentren reinen Präsenzunterricht. In Kommunen mit einem Inzidenzwert von mehr als 100, müssen alle Schülerinnen und Schüler zu Hause bleiben (Distanzunterricht) - mit Ausnahme der Abschlussklassen. Welche Unterrichtsform möglich ist, entscheidet sich jeweils am Freitag nach dem aktuellen Inzidenzwert.

Video Söder: Laschets „Brücken-Lockdown“ entspricht meiner Linie

Schule in Bayern nach Osterferien: Ist am Montag Schule in Bayern?

Am Montag 12.04.2021 beginnt die Schule nach den Osterferien in Bayern wieder. Allerdings gelten neue Regeln. Für die Teilnahme am Präsenzunterricht in Bayerns Schulen ist nach den Osterferien ein Corona-Test verpflichtend - und zwar unabhängig vom jeweiligen Inzidenzwert. Schülerinnen und Schüler ebenso wie die Lehrkräfte müssen künftig vor der Teilnahme am Unterricht im Schulgebäude mindestens zwei Mal in der Woche ein negatives Testergebnis vorlegen. Bislang war eine Testpflicht nur in Regionen mit einer Inzidenz von über 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche geplant.
Alle Schülerinnen und Schüler müssen sich ab Montag in Bayern regelmäßig testen lassen (Archivbild)
Alle Schülerinnen und Schüler müssen sich ab Montag in Bayern regelmäßig testen lassen (Archivbild)
© Foto: Holger John/DPA
Alle Fragen und Antworten zur Testpflicht an den Schulen in Bayern beantwortet des Kultusministerium in einem FAQ.

Amateursport in Bayern: Das ist aktuell möglich

Seit dem 8. März wird bei einer Inzidenz von unter 50 kontaktfreier Sport in Gruppen von bis zu zehn Personen draußen erlaubt. Bei einer Inzidenz von 50 bis 100 dürfen höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten im Freien gemeinsam Sport treiben, bei Kindern bis 14 Jahre dürfen es sogar bis zu 20 Personen sein. Dieser Sport darf auch auf Sportanlagen betrieben werden, die bisher geschlossen bleiben mussten.
Ansonsten bleiben alle Sporthallen und Fitnessstudios zu und der Mannschaftsamateursport verboten. In den Städten und Landkreisen mit einer Inzidenz von mehr als 100 ist ausschließlich Individualsport erlaubt.

Ausgangssperre in Hotspots: So sind die Regeln in Bayern

In bayerischen Hotspots mit einer Inzidenz über 100 gilt eine nächtliche Ausgangssperre. Menschen dürfen sich zwischen 22 und 5 Uhr nur aus beruflichen und medizinischen Gründen, zur Begleitung von Kindern oder Sterbenden, zum Gassigehen oder aus „ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen“ außerhalb einer Wohnung aufhalten darf. Bei Verstößen dagegen sind mindestens 500 Euro fällig.

Kitas in Bayern: Das ist aktuell zu beachten

Beträgt die örtliche 7-Tage-Inzidenz weniger als 50, gibt es ganz normalen Kindertagesstätten-Betrieb. Bei einem Inzidenzwert zwischen 50 und 100 findet ein eingeschränkter Regelbetrieb statt. Das bedeutet: Die Kinder werden also in festen Gruppen betreut. Ist der Schwellenwert von 100 überschritten, wird an den Kitas nur eine Notbetreuung angeboten. Was nun gilt, entscheidet sich (wie bei den Schulen) jeweils am Freitag nach dem aktuellen Inzidenzwert.

Gastronomie in Bayern: Das gilt für Restaurants, Bars, Kneipen

Vom generellen Verbot der Gastronomie gibt es derzeit lediglich zwei Ausnahmen: Gastronomen dürfen weiter Speisen ausliefern oder zum Mitnehmen anbieten. Hotels, dürfen keine Touristen beherbergen, nur noch Geschäftsreisende.

Museen, Galerien, Zoos: Was für Freizeiteinrichtungen gilt

Zu bleiben alle Theater, Opern-, Konzerthäuser und andere Kulturstätten, Kinos, Freizeitparks und gewerbliche Anbieter von Freizeitaktivitäten. Wenn die Inzidenz in einem Landkreis oder einer Stadt unter 100 bleibt, dürfen Museen, Galerien, Zoos, botanische Gärten und Gedenkstätten öffnen.

Corona Regeln BW: Schule, Einzelhandel, Treffen: Diese Verordnung gilt aktuell in Baden-Württemberg

Die Corona-Verordnung für Baden-Württemberg wurde nochmals geändert. Beim nächsten Corona-Gipfel könnten die Regeln jedoch weiter verschärft werden. Was gilt aktuell bei Treffen, Geschäften und Sport?