Erst am vergangenen Freitag hat das Bayerische Verwaltungsgericht eine Erleichterung für Bars und Kneipen im Freistaat ausgesprochen. Sie durften vom 23. Juli an auch in Innenräumen öffnen – das war laut Corona-Verordnung verboten. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wollte das erst so nicht hinnehmen, die bayerische Koalition tagte am Dienstag deshalb. Das kam dabei raus:

Dürfen Bars und Kneipen in Innenräumen geöffnet haben?

Kneipen und Bars dürfen im Freistaat unter den gleichen Voraussetzungen öffnen wie Restaurants – weitergehende Einschränkungen wie ein zeitlich begrenztes Alkoholausschank-Verbot gibt es aber nicht. Die entscheidende Regel ist: Auch in reinen Schankwirtschaften muss die Bedienung am Tisch erfolgen - Theke und Tresen sind tabu. Dies erklärte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München.

Auch keine gesonderte Sperrstunde für Kneipen

Mit der Entscheidung reagierte das Kabinett auf ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, der die Schließung von Innenräumen reiner Schankwirtschaften am Freitag gekippt hatte. Auf weitergehende Einschränkungen, etwa eine gesonderte Sperrstunde oder ein Alkoholausschankverbot ab einer bestimmten Uhrzeit, wie sie das Gericht als Möglichkeit angedeutet hatte, verzichtete das Kabinett.