Am 3. April 2022 wurden die meisten Corona-Regeln auch in Bayern aufgehoben. Insbesondere die Maskenpflicht in Innenräumen hat in den Tagen und Wochen zuvor für viel Kritik gesorgt. Doch das neue Infektionsschutzgesetz lässt wenig Spielraum offen.
  • Welche Corona-Regeln gelten noch in Bayern?
  • Wo muss Maske getragen werden?
  • Welche Maßnahmen werden nur noch empfohlen?
  • Wie lange gelten die Corona-Regeln?

Corona in Bayern: Diese Regeln gelten ab 3. April 2022

Zugangsregeln mit Test oder Impfnachweis (3G / 2G) fallen ab 3. April weg. Ausnahmen gibt es für folgende Bereiche:
  • Kliniken,
  • Alten- und Pflegeheimen
  • Schulen und Kitas (bis Ostern)
Die FFP2-Maskenpflicht fällt in den meisten Bereichen weg. Also auch im Einzelhandel oder in Schulen. Diese Ausnahmen gibt es:
  • Im öffentlichen Nahverkehr,
  • in Arztpraxen, Krankenhäusern,
  • in Pflegeheimen,
  • Flüchtlingsunterkünften
  • in allen „vulnerablen Einrichtungen“.
Die Staatsregierung empfiehlt allerdings, in Innenräumen auch weiterhin Masken zu tragen, etwa im Handel, in Freizeiteinrichtungen, aber auch in Schulen, außer im Klassenzimmer.

Infektionsschutzgesetz: Was ist die Hotspot-Regel?

Das Auslaufen der strikten Corona-Regeln entspricht den Vorgaben im neuen Bundesinfektionsschutzgesetz, das die Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP in Berlin gegen viele Widerstände durchgesetzt hatten. Nach dem Auslaufen einer Übergangsfrist am 2. April können die Länder nur noch unter bestimmten Voraussetzungen strengere Regeln beschließen, nämlich wenn in einer „Gebietskörperschaft“ eine gefährlichere Virusvariante auftaucht oder eine Überlastung der Klinikkapazitäten droht. Das hat die Staatsregierung verneint - und darauf verzichtet, ganz Bayern oder auch nur einzelne Regionen zu Hotspots zu erklären.

Wie lange gelten die Corona-Regeln?

Das neue Infektionsschutzgesetz ist bis zum 23. September 2022 befristet. Danach müsste es entweder verlängert werden oder es müsste eine Neuauflage kommen.

Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel: Was sagt die Einzelhändler?

Im Einzelhandel sorgt das Ende für gemischte Gefühle. Die Gewerkschaft Verdi berichtete mit Blick auf das Ansteckungsrisiko von Besorgnis unter den Beschäftigten. Auch unter den Arbeitgebern gibt es viele kritische Stimmen. In einer Umfrage des Handelsverbands Bayern unter Einzelhändlern gab eine knappe Mehrheit an, das Ende der Maskenpflicht für falsch zu halten. 11,7 Prozent der Einzelhändler in Bayern wollen der Umfrage zufolge in ihren Geschäften an der Maskenpflicht festhalten, 77,4 Prozent dagegen nicht über das Hausrecht Masken vorschreiben.