• Österreich verlängert den Lockdown bis 24. Januar.
  • Das beeinträchtigt auch die Einreise nach Österreich.
  • Die Skipisten in Österreich verschärfen die Regeln
Im Kampf gegen die Pandemie verhängt Österreich weiter strenge Maßnahmen. Die Alpenrepublik hat den Lockdown bis 24. Januar verlängert. Obwohl strengere Regeln für Skipisten gelten ist den Ansturm kaum unterbrochen. Die Regierung in Wien drohte nach Informationen des „ORF“ den Betreibern von Skiliften sogar mit Sperren.
Derweil wird die Sorge wegen der Mutation des Coronavirus immer größer. Angesichts der besonders ansteckenden neuen Variante des Virus erwarte er nun die „schwierigste Phase der Pandemie“, sagte Gesundheitsminister Anschober.

Corona Zahlen Österreich: Aktuelle Fallzahlen

Immer noch sind die Corona-Zahlen in Österreich hoch. Das Gesundheitsamt meldet die Zahlen täglich. Die Lage (Stand 14.1., 8:00 Uhr):
  • Bestätigte Fälle: 384.025
  • Tote: 6.868
  • Genesene: 359.692
  • Menschen im Krankenhaus: 2.179
  • Menschen auf Intensivstation: 354

Einreise Österreich aktuell: Darf man nach Österreich fahren?

Österreich ist ein beliebtes Reiseziel der Deutschen. Die Einreise ist auch weiter möglich. Die Einreisebeschränkungen aus weltweit fast allen Staaten bleiben in Kraft. Fast jeder, der aus einem Corona-Risikogebiet wie Deutschland einreist, muss in eine bis zu zehntägige Quarantäne. Das gilt nicht für Menschen, die in Österreich arbeiten, aber für Touristen. Zusätzlich gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für fast ganz Österreich.

Video Ansturm: Corona treibt Wanderer in den Schwarzwald

Registrierungspflicht bei Einreise nach Österreich

Zusätzlich dazu muss man sich künftig bei der Einreise online registrieren und das auch, wenn man österreichischer Staatsbürger ist. Es soll allerdings Ausnahmen geben für
  • Pendler und Pendlerinnen
  • Personen auf der Durchreise
  • Menschen, die beispielsweise auf eine Beerdigung gehen oder eine andere dringende Familienangelegenheit haben.

Skifahren Österreich: Kann man aktuell in Österreich Urlaub machen?

Theoretisch ist es dennoch möglich in Österreich Urlaub zu machen. Allerdings müssen Urlauber sich ebenfalls zehn Tage in Quarantäne begeben. Nachdem Ende des vergangenen Jahres die Skigebiete in Österreich überfüllt waren, haben die Regionen ihre Regeln angepasst. So gibt es in Oberösterreich laut eines Berichts von „Tagesschau.de“ beispielsweise eine Begrenzung der Parkplätze, mehr Platz zum Anstellen und mehr Ordner.
Skifahren in Österreich können in diesem Jahr wohl kaum deutsche Touristen.
Skifahren in Österreich können in diesem Jahr wohl kaum deutsche Touristen.
© Foto: DPA

In Österreich insgesamt rund 70 Verdachtsfälle auf Corona-Mutation

In Österreich werden laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) aktuell 70 Verdachtsfälle auf die in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Mutation geprüft. Angesichts der besonders ansteckenden neuen Variante des Virus erwarte er nun die „schwierigste Phase der Pandemie“, sagte Anschober am Mittwoch als Antwort einer Dringlichen Anfrage der sozialdemokratischen SPÖ im Nationalrat. Verdachtsfälle gibt es in einem Wiener Pflegeheim, bei Skilehrer-Anwärtern in Tirol und im Burgenland.

Corona Mutation Tirol: Bisher keine neuen Verdachtsfälle

Im Fall der 17 Betroffenen in Tirol wurden nach Angaben des Landes bisher bei insgesamt 600 PCR-Tests in der Region keine weiteren Verdachtsfälle entdeckt. Laut Behörden hatten die Skilehrer-Anwärter bei ihrer zwischen Oktober und Dezember erfolgten Einreise auf dem Luft- und Landweg einen negativen Virustest dabei. „Noch in Abklärung ist, wo die Ansteckung stattgefunden hat. Es ist beides möglich: Eine Ansteckung in Tirol sowie ein Hereintragen“, so der Leiter des Corona-Einsatzstabs des Landes, Elmar Rizzoli.

Österreich schließt Grenzübergänge

Zur Eindämmung der Pandemie schließt Österreich laut einer Verordnung des Innenministeriums von Donnerstag an 45 kleinere Grenzübergänge zur Slowakei und nach Tschechien. Gerade Tschechien verzeichnet massive Neuinfektions-Zahlen mit dem Coronavirus. In der Slowakei breite sich die neue Corona-Mutation aus Großbritannien aus. Anschober sprach am Mittwoch von alarmierenden Zahlen. Ab Freitag besteht außerdem die Verpflichtung zur Online-Registrierung vor einer Einreise in Österreich.

Kanzler Kurz rechnet mit dritter Welle

Bereits Ende Dezember hatte Kanzler Sebastian Kurz vor einer dritten Welle in Europa Anfang des Jahres gewarnt. Erst zum Sommer rechne er mit einer gewissen Rückkehr zur Normalität sagte er dem ORF.

Österreich verlängert Lockdown

In Österreich wird der bis zum 18. Januar geplante Lockdown nach Angaben der Regierung um eine Woche verlängert. Die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie getroffene Maßnahme bedeutet, dass Handel, viele Dienstleister und Gastronomie bis dahin geschlossen bleiben.

Lockdown Österreich wie lange?

Der Lockdown in Österreich geht bis zum 24. Januar. Ob er danach verlängert wird, ist aktuell noch offen.

Keine Möglichkeit zum „Freitesten“

Da das ursprünglich geplante Freitesten wegen Widerstands der Opposition nicht möglich sei, werde die Schließung fast aller Geschäfte nun für alle bis zum 24. Januar dauern, wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Montag erklärte.Ursprünglich war geplant, dass alle, die sich einem Corona-Test unterziehen, ab 18. Januar in die ab dann wieder geöffneten Geschäfte können. Für alle ohne Test sollte ein verlängerter Lockdown bis zum 24. Januar gelten.

Demo gegen Corona-Lockdown in Österreich

Mehrere tausend Menschen haben in Österreich gegen den Corona-Lockdown demonstriert. Die größte Demonstration fand am Mittwoch in Wiener Neustadt statt, wo sich nach Polizeiangaben etwa 2500 Menschen versammelten. Mehrere Menschen wurden dort wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen festgenommen. In Amstetten demonstrierten rund tausend Menschen und in Judenburg etwa 500. Kleinere Proteste fanden auch in anderen Städten statt.

Corona Regeln Österreich: Diese Regeln gelten in der Alpenrepublik

Um die Verbreitung des Coronavirus zu stoppen, hat die österreichische Regierung strenge Regeln erlassen. Es gilt unter Anderem:
  • Ganztägige Ausgangsbeschränkungen
  • Gastronomie ist bis auf den Lieferservice geschlossen
  • Schulen und Universitäten sind geschlossen
  • Der Handel ist bis auf Geschäfte des täglichen Bedarfs geschlossen

Coronavirus Mutation nun auch in Österreich nachgewiesen

Nach Deutschland und einer Reihe weiterer europäischer Länder hat nun auch Österreich erste Infektionen mit neuen, offenbar ansteckenderen Varianten des Coronavirus gemeldet. In vier am Flughafen Wien-Schwechat genommenen Proben habe sich das Erbgut der erstmals in Großbritannien entdeckten Virus-Variante nachgewiesen worden, teilte Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Montag vor den Medien mit. Unter den Infizierten waren demnach auch drei Kinder.
Bei einer 30-jährigen Österreicherin sei nach ihrer Rückkehr aus einem Südafrika-Urlaub am 6. Dezember zudem das mutierte Virus entdeckt worden, das sich vermutlich in Südafrika entwickelt habe, berichtete die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf einen Vertreter der Gesundheitsbehörde.

Wien plant Corona-Selbsttests für Schüler

Österreich will Schülern zur Wiederöffnung der Schulen wöchentlich einfach anwendbare Corona-Schnelltests anbieten. Testen sei „letztlich die einzige Antwort, um über die schwierige Phase bis zur Durchimpfung zu kommen“, sagte der österreichische Bildungsminister Heinz Fassmann (ÖVP) am Samstag in Wien. Insgesamt fünf Millionen Antigen-Tests sollen dafür an die Schulen verteilt werden.
Die Tests können von den Schülern selbst unter Anleitung von Erwachsenen angewendet werden. Die Stäbchen müssen etwa ein bis zwei Zentimeter in die Nase eingeführt werden. Das sei so einfach wie Nasenbohren, hieß es in einem Video mit Anleitung, das am Samstag gezeigt wurde. Eltern von Grundschülern sollen ihren Kinder einmal pro Woche montags zu Hause beim Testen helfen. Bei älteren Schülern könnten die Tests zu Hause oder in der Schule vorgenommen werden.