Es ging Schlag auf Schlag. Das Starkbierfest, die rasante Ausbreitung des Coronavirus, die ratlosen Behörden. Plötzlich war das 6500-Einwohner-Städtchen Mitterteich (Landkreis Tischenreuth) in der Oberpfalz bundesweit bekannt. Als Bayerns Corona-Hotspot. Und als erste deutsche Stadt, in der eine Ausgangssperre erlassen wurde.

Mitterteich: Ausgangssperre nach drei Wochen aufgehoben

Drei Wochen ist das her. Nun scheint sich die Lage zu entspannen. Am Dienstag sind die Vorschriften vorzeitig gelockert worden. Seitdem gelten in Mitterteich dieselben Ausgangsbeschränkungen wie im Rest des Bundeslandes. Das Infektionsgeschehen im Stadtgebiet Mitterteich weise keine signifikanten Unterschiede zum restlichen Landkreis Tirschenreuth mehr auf, hatte der Landkreis am Montag nach einer Sitzung des Krisenstabes Katastrophenschutz mitgeteilt. Der Erste Bürgermeister Roland Grillmeier habe die Entscheidung begrüßt. Die strengeren Regeln sollten bis einschließlich diesen Donnerstag gelten.

Landratsamt Tischenreuth hatte Corona-Regeln verlängert

Das Landratsamt Tischenreuth hatte die Ausgangssperre verlängert. Ursprünglich sollte der Beschluss nur bis zum 2. April gelten. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Situation nicht so verbessert wie erhofft. Die Beamten beschlossen, die Regelung beizubehalten.

Die 6500-Einwohner-Stadt galt deutschlandweit als einer der Corona-Hotspots. Mitte März war die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten und der dadurch erkrankten Menschen plötzlich besonders gestiegen. Als eine wesentliche Ursache wurde ein Starkbierfest vermutet.