• Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt trotzdem vor zu schnellen Öffnungen uns Lockerungen.
  • Viele Bundesländer gehen bei den Öffnungsschritten zu weit, meint Spahn.
Die Infektionszahlen gehen nur zurück, weil die Bundes-Notbremse greift und sich die Bürgerinnen und Bürger richtig verhalten, sagte Jens Spahn (CDU) am Freitag: „Die dritte Welle scheint gebrochen.“

Jens Spahn warnt vor frühen Öffnungen: Wenn dann in der Außengastronomie

Der Gesundheitsminister sieht die Corona-Zahlen allerdings immer noch auf einem zu hohen Niveau. Mit vorschnellen Lockerungen werden die Zahlen seiner Meinung nach nicht sinken. „Zu viele öffnen gerade ziemlich viel bei relativ hoher Ausgangsinzidenz“, sagte Spahn. Er rief außerdem dazu auf, dass Lockerungen nur im Außenbereich gemacht werden sollen. Im Fall von Kulturveranstaltungen in Regionen mit Inzidenzen unter 100 sollten diese etwa draußen vorgesehen werden – und mit Test als Zugangsvoraussetzung.

Spahn: „Durchhalten“ – „Wir reden nur noch über Wochen oder wenige Monate“

Der Minister mahnte: „Jetzt geht's darum, in den nächsten Wochen noch gemeinsam durchzuhalten. Wir reden tatsächlich ja jetzt noch eher über Wochen oder wenige Monate.“ Spahn betonte: „In dieser Phase der Pandemie geht es tatsächlich darum, das Erreichte nicht zu verspielen.“ Es gebe Grund zu Optimismus und Zuversicht. „Zuviel Ungeduld dagegen würde nur dem Virus helfen.“

Corona-Impfung: Bald jede*r Dritte einmal geimpft

31,5 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind geimpft. Spahn ist froh über die Beschleunigung nach anfangs schleppendem Impftempo. Er sagte auch: .„Unser Gesundheitswesen ist zwar stark gefordert, aber zu keinem Zeitpunkt überfordert gewesen.“ Zugleich machten die Impfungen deutliche Fortschritte. 26,2 Millionen Menschen seien nun mindestens einmal geimpft. Kommende Woche werde jeder Dritte einmal geimpft sein. 8,8 Prozent hätten den vollen Schutz. Am Vortag seien rund 200 000 Zweitimpfungen dazugekommen.