• Die Corona-Zahlen in Deutschland sinken langsam.
  • Immer mehr Menschen erhalten die Corona-Impfung.
  • Ist eine Corona-Impfung ohne Impfpass möglich?
  • Wo bekomme ich einen neuen Impfpass her?
Klein, gelb und oft sehr schwer zu finden. Der Impfpass ist eines der wichtigsten internationalen Dokumente. Doch das kleine Heftchen ist bei vielen in den Untiefen von Umzugskartons, Ordnern oder Schubladen verschwunden. Viele stellen sich daher aktuell die Fragen:
  • Kann man sich auch impfen lassen, wenn man den Impfausweis verloren hat?
  • Und wo bekomme ich gegebenenfalls an einen neuen Pass heran?
Und, auch das zeigt sich in diesen Tagen des vermehrten Impfens in Deutschland: Einige Menschen wollen sich bei den Impfungen vordrängeln, auch die Suchanfrage nach gefälschten Impfpässen und nach „Impfpasch fälschen“ im Internet steigt an.

Corona Impfung kein Impfpass: Geht impfen ohne Impfausweis?

Ja, Impfungen auch gegen beispielsweise das Coronavirus sind auch möglich, wenn man den Impfpass verloren hat. Liegt kein Impfpass vor, stellen der Arzt oder die Ärztin nach Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) eine Impfbescheinigung aus.

Impfpass neu: Wo bekomme ich einen neuen Impfpass her? Wer stellt Impfpass aus?

In der Regel erhält man den Impfpass als Baby vom Kinderarzt oder der Kinderärztin. Grundsätzlich kann nach Information des BzgA jeder Arzt und jede Ärztin kostenlos einen neuen Impfpass ausstellen, wenn man geimpft wird. Hat man den Impfausweis also verloren, wendet man sich am besten an den Hausarzt oder die Hausärztin.
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Impfpass verloren - was tun?

Dennoch sollte man versuchen alle vergangenen Impfungen zu rekonstuieren. Auch dabei helfen Hausärztinnen und Hausärzte. Gibt es allerdings keine schriftlichen Nachweis über die Impfungen erhält man einen komplett leeren Impfpass. Damit gilt man als ungeimpft. In diesem Fall soll man laut Ständiger Impfkommission (Stiko) die Impfungen nachholen.

Gefälschter Impfpass - Arztpraxen und Impfzentren von Fälschungen betroffen

Arztpraxen und Corona-Impfzentren sind nach Recherchen von Report Mainz häufig von Impfpass-Fälschungen betroffen, ohne es zu wissen. Die geplante Digitalisierung der Impfpässe könnte das Problem eher verschärfen als lösen, meinen Kritiker einem Bericht von tagesschau.de zufolge.
Bereits seit Längerem monieren Kritiker dem Tagesschau-Bericht zufolge, dass der herkömmliche Papier-Impfausweis nicht fälschungssicher sei und fordern stattdessen direkt ein digitales Impfzertifikat einzusetzen. In anderen Ländern wie in Griechenland, Dänemark oder Estland gibt es dies schon länger.
Auch für die Polizei sei eine Fälschung auf dem Papier nur äußerst schwer zu erkennen, sagt Virginie Wegner vom LKA Hessen. „Es ist klar, dass, wenn wir solche digitalen Impfpässe haben, dass nicht nur die Fälschungssicherheit erhöht wird, sondern auch der Missbrauch, der damit getrieben wird, eingedämmt werden kann.“

Corona-Impfung in Deutschland: Großer Andrang vor offenem Impfstart

Vor dem Start der offenen Corona-Impfkampagne bei den Hausärzten ist das Interesse an Terminen für die von vielen ersehnte Spritze nach Einschätzung des Landesverbands der Mediziner bereits sehr groß. „Die Leute sind pandemiemüde, sie wollen diesen nächsten Schritt“, sagte Verbandssprecher Manfred King am Mittwoch auf Anfrage. Allerdings sei der zeitraubende Diskussionsbedarf in den Praxen angesichts der Sorgen vor dem Wirkstoff Astrazeneca gewaltig.
Gegen das Präparat des britisch-schwedischen Pharmakonzerns gibt es teils erhebliche Vorbehalte. Es wird nach dem Auftreten von Blutgerinnseln im Gehirn bei jüngeren Geimpften nur noch für über 60-Jährige empfohlen. Andererseits gibt es viele Jüngere, die sich gern damit impfen lassen würden, aber in der Impfreihenfolge bisher noch nicht dran waren.

Digitaler Impfpass Deutschland

Um die lästige Sucherei nach dem Impfpass in Zukunft zu vermeiden, hat Deutschland einen digitalen Impfpass eingeführt. Dieser ist allerdings nur ein ergänzendes Angebot. Den Impfausweis aus Papier wird es weiter geben. Dennoch können Patientinnen und Patienten in Zukunft ihre Impfungen auch in einer App dokumentieren.
Der grüne Pass aus Israel ist Vorbild für den digitalen Impfausweis der EU.
Der grüne Pass aus Israel ist Vorbild für den digitalen Impfausweis der EU.
© Foto: Ilia Yefimovic/DPA

Digitaler Impfpass macht Weg frei für EU Impfpass

Eingeführt wird der digitale Impfnachweis im Zuge einer europaweiten Einführung eines „digitalen grünen Zertifikats“. Dieses soll Geimpften ermöglichen auch in Zeiten der Pandemie wieder zu reisen.

Grüner Impfpass für Urlaub - EU plant einheitlichen Impfausweis für Reisen

Ein EU-weit einheitlicher Impfausweis soll ab dem Sommer das Reisen in Europa trotz Corona-Pandemie ermöglichen. Das EU-Parlament machte am Mittwoch den Weg für finale Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten frei. Hier bahnt sich wegen Änderungsforderungen allerdings Streit an. Das Thema ist ein wichtiges Anliegen der stark vom Tourismus abhängigen Mitgliedstaaten.
Das Zertifikat ist in erster Linie als digitales Dokument gedacht, um es auf Mobilgeräten vorzeigen zu können. Es soll aber auch ausgedruckt werden können. Wichtig ist, dass ein QR-Code gescannt werden kann, um die Echtheit zu prüfen. Das Dokument soll in der jeweiligen Landessprache und auf Englisch ausgestellt werden. Die deutsche Impfpass-App orientiert sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums an diesen Vorgaben.

Schutzhülle für Impfpass: Immer mehr Deutsche suchen Hülle für Impfausweis

Lag er in den vergangenen Jahren in Ordnern oder Schubladen, wird der Impfpass nun immer mehr ausgeführt. Weil viele Menschen Sorge haben, dass das wichtige Dokument im Urlaub oder auch nur zwischen Schlüsseln und Handy in der Handtasche beschädigt wird, ist das Suchinteresse nach Schutzhüllen stark gestiegen.