Deutschland bekommt die Corona-Krise trotz Teil-Lockdowns nicht in den Griff: Die Fallzahlen bleiben hoch.
Bayerns Landeschef Markus Söder hat am Sonntag mit dem Kabinett beschlossen, deswegen die Corona-Regeln mit einem 10-Punkte-Plan zu verschärfen.

Hessen fordert strengere Kontaktbeschränkungen wegen Corona

Auch aus den Bundesländern werden kritische Stimmen laut, Verschärfungen zu diskutieren. So setzt Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sich für härtere Kontaktbeschränkungen in Corona-Hotspots ein. Als Hotspots gelten per Definition Regionen, in denen die 7-Tage-Inzidenz 200 und mehr beträgt. Dieser Inzidenz-Wert beschreibt die Zahl der Fälle pro 100.000 Einwohnern binnen 7 Tagen.

Ausgangssperre in Hotospot-Regionen mit hoher Inzidenz

Volker Bouffier sagte: „Ich glaube, dass eine Ausgangssperre dort, wo nachhaltig über 200 Inzidenzen sind, notwendig ist. Aber das muss man immer in der jeweiligen Situation entscheiden“, erklärte der CDU-Politiker am Sonntagabend im ARD-„Bericht aus Berlin“.

Verbot des Verkaufs von Alkohol im Kampf gegen Corona

Auch werde man manches verbieten müssen, „zum Beispiel Alkoholverkauf oder Alkoholnutzung in der Öffentlichkeit“. Bouffier mahnte aber ein regional differenziertes Vorgehen an. „Wenn ich unser Bundesland nehme, dann haben wir in Offenbach eine sehr hohe Inzidenz, in anderen Gegenden nicht. Da macht es ja keinen Sinn, landesweit so etwas zu machen“, sagte der Ministerpräsident.

Bei hohen Zahlen regional mehr Einschränkungen und Corona-Regeln

Bouffier bleibe bei der Linie: „Dort, wo ein sehr heftiges Geschehen ist, müssen wir gegebenenfalls immer weiter einschränken. Sie müssen auch über die Frage reden, ob Sie die Geschäfte offenhalten. Das wollen wir eigentlich. Aber viel mehr andere Möglichkeiten haben Sie nicht mehr. Und deshalb glaube ich, dass eine Ausgangssperre vernünftig ist.“