Mit den Corona-Regeln und Verordnungen der Länder wurden Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Mit Erfolg. Doch während ein Teil des Einzelhandels wieder geöffnet hat, steht anderen das noch bevor. So auch den Friseuren. Die dürfen ab Montag, 4.05.2020, unter strengen Hygienebestimmungen wieder aufmachen.
Erstmals seit über sechs Wochen dürfen die Friseure in Deutschland wieder ihrem Handwerk nachgehen. Doch rund die Hälfte der Bundesbürger macht sich Gedanken über eine mögliche Ansteckung mit dem Coronavirus, während sie sich den langersehnten Haarschnitt fertigen lässt. Das geht aus einer Umfrage hervor.

So groß ist die Angst vor einer Corona-Infektion beim Friseur

Zudem ermittelte das Meinungsforschungsinstitut YouGov bei der Umfrage unter 2034 Personen zwischen dem 27. und dem 29. April im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur folgende Ergebnisse:
  • Etwa 50 Prozent hat Bedenken vor einer Infektion oder über die Hygiene beim Friseur.
  • 25 Prozent haben zwar „geringe Bedenken“, wollen aber trotzdem einen Salon aufsuchen.
  • Weitere 13 Prozent der Befragten wollen trotz „großer“ oder „sehr großer Bedenken“ (8 bzw. 5 Prozent) zum Friseur.
  • 11 Prozent dagegen haben die feste Absicht, wegen des Coronavirus auf Distanz zu bleiben: „Ich habe große Bedenken und würde deshalb vorerst nicht zum Friseur gehen“, beantworteten sie mit Ja.
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Weitere Ergebnisse der Umfrage zur Friseuren in der Corona-Krise:

Die Umfrage zur Situation ohne Friseure in der Corona-Krise sind folgende weitere Ergebnisse herausgekommen.
  • In den sechs Wochen der zwangsweisen Schließung der Friseursalons hat sich etwa jeder siebte Bundesbürger selbst die Haare geschnitten (14 Prozent).
  • „Ich habe meine Haare wachsen lassen, trage aber weiterhin dieselbe Frisur“, sagen 58 Prozent der Befragten.
  • 11 Prozent berichten, sie hätten ihre Haare zwar wachsen lassen - sie kämmten, stylten oder bänden diese jetzt aber anders als vor der Corona-Zeit.
  • Weitere 11 Prozent suchten Hilfe und ließen sich die Haare von jemand anderem schneiden.
  • Meist ging das auch gut: Insgesamt 87 Prozent der Befragten sind mit ihrem Krisen-Haarschnitt „sehr zufriden“ (45) oder „eher zufrieden“ (42).
  • „Eher unzufrieden“ sind 8 Prozent.
  • Für 3 Prozent endete der Fremd-Schnitt als Katastrophe („sehr unzufrieden“).
Ein Trost: Haar-Unfälle kann man sich ab dem 4. Mai wieder professionell beheben lassen.