• Club- und Disko-Öffnungen sind in einigen Regionen Deutschlands bereits möglich.
  • Baden-Württemberg testet Club-Öffnungen in Modell-Projekten.
  • Der Dehoga Bayern fordert die Öffnung von Clubs und Diskotheken im Freistaat.
Dicht an dicht das Tanzbein schwingen, sich verschwitzt den nächsten Drink an der Bar bestellen und erst nach Hause gehen, wenn es draußen hell ist. Seit dem letzten Club-Besuch fühlt es sich an wie eine Ewigkeit. Die Inzidenz und weitere Corona-Zahlen in Deutschland sinken, Modellprojekte werden genehmigt und die Feier-Lust ist bei vielen Menschen nach monatelangen Verzicht gegeben. Wann können Clubs wieder öffnen? Welche Testprojekte gibt es? Gibt es Orte, an denen Diskotheken bereits öffnen dürfen? Die Lage der deutschen Club-Szene im Überblick.

Clubs in Bayern: Dehoga fordert Öffnung

Clubs und Diskotheken öffnen – das fordert der bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga Bayern). Eine kontrollierte Öffnung sei sinnvoller, als illegale Partys, die ohnehin schon stattfinden, so die Argumentation. „Nach über einem Jahr Dauerschließung ist es jetzt an der Zeit, neben der Innengastronomie auch wieder die getränkegeprägte Gastronomie sowie musikveranstaltende Betriebe zu öffnen“, sagte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert bereits Ende Mai. „Die Menschen treffen sich zum Feiern. Die Frage ist doch nur, will ich das irgendwo in einem ungeschützten Raum ohne jegliche Auflage und Nachverfolgbarkeit, oder biete ich sichere Bereiche.“

Club Öffnung Baden-Württemberg: Modellprojekte in Ravensburg

Menschen aus der Stadt Ravensburg können voraussichtlich bald wieder die Tanzflächen stürmen – zumindest in zwei Clubs. Die Clubs „Douala“ und „Kantine“ wurden laut ravensburg.de ausgewählt, um Öffnungs-Konzepte zu testen. Sie zählen zu den 19 Modellprojekten, die das Land Baden-Württemberg genehmigt hat. Die Testphase soll Mitte Juni beginnen. Dann dürfen Partygäste ohne Maske und ohne die Einhaltung von Abstandsregeln feiern. Den Antrag für die Modell-Öffnung hat die Stadt Ravensburg selbst gestellt. Voraussetzung für die Durchführung des Projektes ist eine 7-Tages-Inzidenz von unter 100. Auch darf die Bundesnotbremse nicht greifen. Bei der Auswahl der Modell-Projekte spielte die Übertragbarkeit auf das Land eine wesentliche Rolle.
Neben der Clubszene werden auch Kultur- und Tourismus-Angebote erprobt. „Auch in Baden-Württemberg sinkt die Inzidenz und das Infektionsgeschehen nimmt ab. Deshalb sind weitere Modellprojekte möglich“, sagt Gesundheitsminister Manne Lucha. Auf der Webseite des Landes Baden-Württemberg gibt es alle Modellprojekte im Überblick. Nach Angaben des Landes werden die Modellprojekte wissenschaftlich begleitet.

Club trotz Corona: So könnte die Wiederöffnung der Clubs aussehen

Seit Beginn der Pandemie sind zahlreiche Clubs in Deutschland geschlossen. Viele Betreiber warten ungeduldig auf den Moment, in dem auch sie ihre Türen wieder öffnen dürfen. Wie könnte ein derartiger Neustart der Club-Szene aussehen? Die geplanten Modell-Projekte in Ravensburg bringen geben Aufschluss.
Wie die Stadt Ravensburg berichtet werden bei den Club-Öffnungen einige Schutzvorrichtungen zum Einsatz kommen. Diese sind unter anderem
  • PCR-Pooltests
  • Digitale Einlasskontrolle über die Luca-App
  • Erweiterte Toiletten
  • Begrenzung der maximalen Besucherzahl
  • versetzte Öffnungszeiten an verschiedenen Tagen

Club-Öffnung Niedersachsen: Neue Verordnung erlaubt Disko-Besuch

Laut der aktuell geltenden Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen dürfen Clubs und Diskotheken bei einer stabilen Inzidenz von unter 35 öffnen. Dabei gelten folgende Corona-Regeln:
  • Maskenpflicht
  • Die Kapazität ist auf 50 Prozent beschränkt

Club Öffnung Nordrhein-Westfalen: Ohne Maske ab September

In Nordrhein-Westfalen dürfen Clubs und Diskotheken ihre Außenbereiche für maximal 100 Personen öffnen. Ein negativer Test ist laut der Landeswebseite Voraussetzung. Ab dem 1. September und bei einer Landesinzidenz von 35 oder weniger, dürfen Clubs und Diskotheken auf im Innenbereich Gäste empfangen – ohne Personenbegrenzung. Ein Hygienekonzept und ein negativer Test sollen auch dann Pflicht bleiben.