Das Land Baden-Württemberg übernimmt künftig die Kosten für Testangebote in Baden-Württemberg für Grenzpendlerinnen und Grenzpendler, wenn das betreffende Nachbarland zum Hochinzidenzgebiet oder zum Virusvarianten-Gebiet erklärt wird. Die Corona-Einreise-Verordnung des Bundes verpflichtet Reisende aus diesen Gebieten, einen negativen Corona-Test vorzulegen. Die Tests werden für Personen bezahlt, die in Baden-Württemberg wohnen und im Ausland arbeiten oder im Ausland wohnen, aber in Baden-Württemberg arbeiten. Auch diejenigen, die für das Studium oder die Ausbildung pendeln, bekommen die Kosten erstattet.
Alle genannten Personen müssen für einen kostenlosen Corona-Test aber eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers vorlegen, aus der hervorgeht, dass sie am Arbeitsplatz zwingend anwesend sein müssen und kein Homeoffice oder vergleichbare Regelungen möglich sind. Die entsprechende Kabinettsvorlage wurde am Mittwoch, 3. Februar verabschiedet.
Der Bund entscheidet, ob ein Land als Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet eingestuft wird. Personen, die einreisen, müssen dann den Nachweis über einen negativen Corona-Test mit sich führen, dessen Abstrich nicht älter als 48 Stunden ist – das gilt auch für Pendlerinnen und Pendler. Als Nachweis reicht ein Antigen-Schnelltest.

Corona-Test darf nicht älter als 48 Stunden sein

„Baden-Württemberg ist auf eine Verschärfung der Einreisebestimmungen für Nachbarländer, die als Hochinzidenzgebiete oder Virusvarianten-Gebiete eingestuft werden, vorbereitet“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Mittwoch in Stuttgart. „Wir wollen gewährleisten, dass Einreisen aus beruflichen Gründen weiterhin möglich bleiben. Das ist nicht nur im Interesse unserer heimischen Wirtschaft in Baden-Württemberg, sondern auch für den gemeinsamen europäischen Lebens- und Wirtschaftsraum von großer Bedeutung.“
Den Antigen-Test können Pendlerinnen und Pendler in Hausarztpraxen und Corona-Schwerpunktpraxen durchführen lassen. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg betreibt zudem in Friedrichshafen, Wangen im Allgäu, Bad Säckingen, Lörrach, Eschbach (LK Breisgau-Hochschwarzwald), Freiburg, Malterdingen (LK Emmendingen), Offenburg, Rastatt und Karlsruhe zentrale Teststellen. Es ist geplant, dass auch die grenznahen Apotheken diese kostenfreien Testungen für Grenzpendler anbieten können.

Wer entscheidet, was zum Risikogebiet erklärt wird?

Die Einstufung als Risikogebiet bzw. als Hochinzidenz- oder Virusvarianten-Gebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und wird. Nähere Infos gibt es beim RKI.