Am Samstag vermeldete das Robert Koch Institut einen einen neuen Rekordwert an Neuinfektionen in Deutschland: über 4700. Immer mehr Kreise werden zu innerdeutschen Hotspots, auch in Baden-Württemberg sind Regionen betroffen, beispielsweise Esslingen.

Corona Zahlen in BW: Das sind die aktuellen Fallzahlen laut Landesgesundheitsamt

Jeden Tag gibt das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg die neuen Fallzahlen der Coronavirus-Infektionen bekannt.
Aufgrund von Zeitverzögerungen der Datenübermittlung unterscheiden sich diese von den Zahlen des RKI.

Diese Zahlen meldete das Landesgesundheitsamt am Samstag, 10.10.2020 (Stand: 16 Uhr)

  • Zahl der Infizierten: 53.853
  • Zahl der Neuinfektionen: 520
  • Zahl der Toten: 1.901 (+ 2)
  • Zahl der Genesenen: 46.054 (+ 284)

RKI Zahlen in BW: So viele Infizierte und Neuinfektionen meldet das RKI

Die aktuellen Zahlen der Neuinfektionen mit dem Coronavirus können für ganz Deutschland sowie für einzelne Bundesländer und Landkreise auf dem Dashboard des RKI eingesehen werden.
Nach Angaben des Robert Koch Instituts hat Baden-Württemberg im Vergleich mit den restlichen Bundesländern die dritt höchste Zahl an Coronainfektionen.
Nordrhein-Westfalen hat mit 78.218 nachgewiesenen Erkrankungen seit Beginn der Pandemie die meisten Fälle. Am zweitstärksten ist Bayern mit 72.402 Erkrankten betroffen.
In Baden-Württemberg wurden seit Beginn der Pandemie 53.344 Fälle nachgewiesen (Stand 10.10., 0:00 Uhr).

Das sind die aktuellen Zahlen für Baden-Württemberg laut RKI:

  • Zahl der Infizierten: 53.344
  • Zahl der Neuinfektionen: 530
  • Zahl der Toten: 1899
  • Zahl der Genesenen: 46.200
  • Fälle pro 100.000 Einwohner: 480,6

Stuttgart über Grenzwert

Die Landeshauptstadt hat am Samstag die kritische Marke von mehr als 50 Infektionen auf 100.000 Einwohner knapp überschritten: Laut Landesgesundheitsamt liegt sie bei 50,5. (Stand: 10. Oktober, 16 Uhr).
Am Freitag kündigte OB Fritz Kuhn noch an, dass bei steigenden Corona-Zahlen eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen eingeführt werden soll.

Kretschmann: Menschen sollen in Herbstferien nicht wegfahren

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat den Bürgern nahe gelegt, angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen auf den Urlaub im Herbst zu verzichten. „Vielleicht sollten die Bürger in den Herbstferien nicht groß in der Gegend herumreisen. Weder im Inland, noch im Ausland – und schon gar nicht in Risikogebiete“, sagte der Grünen-Politiker im Interview mit der „Heilbronner Stimme“, dem „Mannheimer Morgen“ und dem „Südkurier“ (Samstag). Weil die Infektionszahlen in Berlin so hoch seien, sei er am Freitag auch nicht zur Bundesratssitzung gereist.
Kretschmann betonte zugleich, er fürchte keine Ansteckung, und schütze sich bestmöglich, in dem er sich an die AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken) halte und unnötige Risikokontakte weitestgehend vermeide. Der Regierungschef erwartet, dass Weihnachtsmärkte eher nicht stattfinden könnten. „Wenn die Infektionszahlen weiter so ansteigen, dann wird es sehr schwierig, Weihnachtsmärkte zu veranstalten. Da sollten wir uns mal nichts vormachen.“