In Deutschland sind die Corona-Zahlen im Herbst 2021 so hoch, wie noch nie. Am Samstag, 13.11. wurde eine bundesweite Inzidenz von 277 gemeldet. In einigen Bundesländern, wie Bayern, Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg, stehen die Krankenhäuser unweit von einer Überlastung entfernt.
Nach Informationen des „Spiegel“ werden nun tausende Soldaten und Soldatinnen mobilisiert, um in der Pandemie zu helfen. Bis zu 12.000 Kräfte sollen kurzfristig in den Krankenhäusern aushelfen können, so der Spiegel-Bericht weiter. Das gehe aus einer Vorlage des Generalleutnants Martin Schelleis hervor. Bis Ende November würden 6.000 Bundeswehr Soldaten und Soldatinnen bereitstehen.

Corona-Notlage: Bundeswehr hilft zunehmend

Am Freitag hatte der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, in einer Pressekonferenz die dramatische Corona-Situation geschildert. „Es ist fünf nach zwölf“, so Wieler. Zum Krisenmanagement wird die Bundeswehr zunehmend herangezogen. „Wir sehen einen ansteigenden Bedarf“, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums am Freitag. Derzeit seien 650 Soldatinnen und Soldaten dafür im Einsatz, davon 570 in der Kontaktnachverfolgung, 48 in Krankenhäusern und 17 in der Impfkampagne. Sowohl in Brandenburg als auch in Sachsen unterstützen Uniformierte schon die Behörden, insbesondere bei der Kontaktnachverfolgung.
Laut „Spiegel“ waren es zuletzt 10.000 Uniformierte, als die schlimmsten Phasen der Pandemie anstanden: In der Weihnachtszeit 2020 und im Frühjahr 2021.