Als das Flugzeug mitten über dem Atlantik war, musste es umdrehen und eine Notlandung machen. Grund dafür: Auf ihrem weg von Frankfurt nach Cancún verschüttete einer der Piloten der Condor-Maschine Kaffee im Cockpit.

Das klingt erstmal kurios, ist aber tatsächlich so passiert, wie aus einem Bericht der britischen Verkehrsbehörde Air Accidents Investigation Branch (AAIB) hervorgeht. Am 6. Februar 2019 war musste die Maschine mit 326 Passagieren an Bord einen Notruf absetzen. Die Crew hatte Rauch im Cockpit bemerkt und meldete eine außerplanmäßige Landung für den Condor-Flug DE2116 am irischen Flughafen Shannon an.

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Die Crew soll heißen Kaffee in Bechern ohne Deckel serviert haben. Das sei normal für die Airline und die Route. Doch die Besatzung habe die Becher-Halterungen in dem Airbus A330 nicht gerne genutzt, weil die Becher zu klein waren und es schwierig war, diese hineinzustellen oder herauszunehmen. So rutschte der Becher dem 46-jährigen Piloten aus der Hand und ein Teil des Kaffees landete auf dem Audio-Bedienfeld (audio control panel). Das fiel unverzüglich aus und kurze Zeit später auch das des Co-Piloten. Nicht nur zu Kommunikationsproblemen waren die Folge, sondern auch die beiden Geräte wurden sehr heiß und ein elektrisch-brennende Geruch und Rauch sei entstanden, wie reisereporter.de und aerotelegraph.com berichten.

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Der Pilot mit rund 13.000 Stunden Flugerfahrung entschied sich umzukehren und in Shannon zu landen. Die Maschine wurde dort von einem Rettungsteam empfangen, fünf Passagiere hatten über Unwohlsein geklagt und sie wurden im Krankenhaus untersucht - verletzt war niemand. Alle 326 Fluggäste verbrachten eine Nacht im Hotel und konnten dann weiter nach Cancún fliegen.

Condor reagiert darauf mit Deckeln für die Becher

Inzwischen gebe es Becherdeckel auf allen Condor-Routen. Auch die Crew sei dazu angehalten, die Deckel zu benutzen. Weiter sollten größere Becher angeschafft werden, die besser in die vorhandenen Halterungen passen. Das betroffene Flugzeug sei von Ingenieuren vollständig inspiziert und repariert worden.

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