Das von der schwedischen Königin Silvia Anfang September eröffnete Childhood-Haus in Heidelberg hat bislang mehr als einem Dutzend Kindern geholfen. In den ersten fünf Wochen seien 15 (Stand: 12. Oktober) missbrauchte oder misshandelte Kinder in die Anlaufstelle gekommen, die ihnen den Gang zu verschiedenen Behörden und die mehrfache Schilderung ihrer Qualen erspart, teilte die Einrichtung auf dpa-Anfrage mit. Die Kinder kamen vorwiegend über Ärzte, zwei Mal über die Polizei in das Zentrum. Auch das Jugendamt bahnte den Kontakt an.

Die medizinischen Untersuchungen wurden in der Regel zusammen von einem Kinderarzt und einem Rechtsmediziner vorgenommen, einmal war eine Erwachsenengynäkologin und fünf Mal eine Kindergynäkologin dabei. Sechs Mal war eine Psychologin im Einsatz. In zwei Fällen wurde eine polizeiliche Videovernehmung vorgenommen.

Heidelberg ist der zweite Standort für einen solchen Schutzraum in Deutschland. Vor einem Jahr hatte die sozial engagierte Königin in Leipzig die erste interdisziplinäre Versorgungseinheit nach schwedischem Vorbild eingeweiht.

Childhood-Haus