Ein junger Mann ist bei einem Bootsausflug auf dem Chiemsee ertrunken. Das bestätigte ein Beamter der Einsatzzentrale der Polizeiinspektion Oberbayern-Süd gegenüber dem Bayrischen Rundfunk (BR), der zuerst über den Unfall berichtet hatte.
Demnach hatte sich der tödliche Vorfall am Samstag gegen 16.30 Uhr im Bereich zwischen Prien und Herreninsel ereignet. Vier ausländische Studenten seien mit einem Boot unterwegs gewesen, heißt es in dem Bericht. Laut merkur.de soll es sich bei dem Ertrunkenen um einen Mann aus Indien mit Wohnsitz in München handeln.

Junger Mann ertrinkt im Chiemsee - Offenbar konnte er nicht gut schwimmen

Die vier Studenten waren einem Bericht der „Passauer Neuen Presse“ (PNP) nach mit einem gemieteten Boot unterwegs, als einer davon unterging und nicht wieder auftauchte. Ersten Erkenntnissen zufolge, so berichtet die PNP, konnte der Student nicht gut schwimmen.
Gegen 16.30 Uhr starteten Polizei und Rettungskräfte dem Bericht nach eine große Suchaktion mit mehreren Booten und Tauchern. Ein Taucher konnte den Studenten am späten Nachmittag allerdings nur noch tot bergen.

Polizei gibt weitere Informationen zum Unfall am Chiemsee

Wie der „Merkur“ am Sonntag berichtet, sollen zwei der Bootsinsassen, ein 28-jähriger Japaner sowie ein 26-Jähriger ebenfalls indischer Staatsangehöriger, sprangen während der Fahrt vom Boot aus ins Wasser. Der Jüngere hatte jedoch Schwierigkeiten beim Schwimmen, weshalb ihm zunächst der Japaner zu Hilfe eilte. Der 29-jährige Inder im Boot vernahm die Hilferufe ebenfalls und sprang ins Wasser, um seinen beiden Freunden zu helfen. Er ging jedoch kurz darauf unter, was von mehreren Wassersportlern in der Nähe beobachtet wurde. Diese setzen umgehend einen Notruf ab und begaben sich zu dem Boot, um nach den 29-Jährigen zu suchen.
Die Kriminalpolizei in Traunstein hat die Ermittlungen zu dem Fall aufgenommen, um die genauer Todesursache zu klären. Derzeit wird von einem Unglücksfall ausgegangen. Hinweise auf Fremdverschulden liegen nicht vor. Da der Verstorbene erst seit wenigen Monaten an einem Institut in Garching bei München beschäftigt war, hat die Polizei zusätzlich Kontakt zum indischen Generalkonsulat in München aufgenommen.