Zunächst tagt um 10.00 Uhr der Bundesvorstand der Partei per Videokonferenz. Um 14.00 Uhr will der Wahlkampfleiter und Politische Bundesgeschäftsführer Michael Kellner dann die Kampagne in einer Online-Pressekonferenz präsentieren. Die Kampagne werde „frisch und optimistisch sein, mit einem klaren Fokus auf die großen Herausforderungen unserer Zeit“, sagte Kellner der Tageszeitung „taz“. Die Grünen wollen demnach im Wahlkampf „Tacheles reden und angriffslustig sein, ohne aggressiv oder persönlich zu werden“. Zudem solle die Generation 60 plus aktiv angesprochen werden. Traditionell holen die Grünen vor allem bei jüngeren Wählern viele Stimmen.
Die Grünen hatten nach der Bekanntgabe der Kanzlerkandidatur von Annalena Baerbock zunächst sehr hohe Zustimmungswerte in Umfragen bekommen. Inzwischen stehen Baerbock und die Partei zunehmend unter Druck, unter anderem weil Plagiatsvorwürfe gegen sie wegen ihres Buchs „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ erhoben wurden. Zuvor hatten eine verspätete Nachmeldung von Zahlungen an den Bundestag und Klarstellungen beim Lebenslauf Baerbocks dem grünen Wahlkampf geschadet.