Ulm Bucks heile Welt: Brillen-Retter

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Autorenfoto © Foto: Christian Käsmayr
Gerlinde Buck 12.08.2017

Was tun acht Prozent der Deutschen immer? Suchen Sie sich eine Antwort aus: a) die FDP wählen, b) die Brille korrekt mit den Gläsern himmelwärts ablegen, c) den Gelben Sack mindestens eine Woche vor dem Abholtag raus stellen.

Also wenn Sie uns fragen: Antwort a) wäre uns zu billig; Antwort c) schließen wir aus, da praktisch alle Deutschen die vorzeitige Sack-Rausstellung praktizieren. Bleibt folglich nur Antwort b), obwohl uns der Bevölkerungsanteil der korrekten Brillen-Ableger mit acht Prozent etwas hoch erscheint. Wir jedenfalls gehören nicht dazu. Wir lassen unsere Brille immer fallen wie ein Butterbrot und haben dann den Dreck. Vor allem auf den Gläsern. Erstmals nachdenklich wurden wir, als uns neulich  im Café doch glatt ein undeutlich gut aussehender junger Mann anquakte: Ich kann es nicht mitansehen, wie Sie Ihre Brille malträtieren!   Sprach’s und rückte unsere wie  immer bauchgelandete Sehhilfe zurecht. Ein Ultraschallreinigungsbad hatte der junge Mann aber leider nicht zur Hand,  was ihn, durch unsere schlierigen Gläser betrachtet, dann doch ziemlich alt aussehen ließ.

Sonst noch was? Die richtige Antwort auf die Ausgangsfrage ist d): Acht Prozent der Deutschen pfriemeln immer die Etiketten aus neuer Kleidung. Dass unser Brillen-Retter auch einer von diesen Etiketten-Abschneidern ist, sehen wir übrigens glasklar. Sogar ganz ohne Brille.