Heidelberg Brandsätze geschleudert: Verfahren gegen drei Männer beginnt

Blick auf das Gebäude des Landgerichts in Heidelberg. Foto: Uwe Anspach/Archiv
Blick auf das Gebäude des Landgerichts in Heidelberg. Foto: Uwe Anspach/Archiv © Foto: Uwe Anspach
Heidelberg / DPA 05.09.2018

Schauriges Halloween in Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis): In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November 2017 ist dort eine Gruppe junger Männer durch die Innenstadt gezogen und hat Brandsätze gegen mehrere Gebäude geschleudert. Drei Tatverdächtige müssen sich nun von Donnerstag (6. September) an vor der Jugendkammer des Landgerichts Heidelberg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den zwei 16 Jahre und einem 20 Jahre alten Angeklagten unter anderem versuchte Brandstiftung vor.

Das Trio soll den Angaben zufolge Benzin gekauft und damit Molotow-Cocktails gebastelt haben. Diese hätten die drei Männer daraufhin unter anderem auf eine Schule, einen Stromkasten, ein Museum und einen Pavillon geworfen. Ihr Ziel, die Gebäude in Brand zu setzten, sei jedoch misslungen.

Der Staatsanwaltschaft zufolge soll das Motiv Rache an der Polizei gewesen sei. Die Beamten hätten in der Zeit vor Halloween vermehrt kontrolliert, weshalb gegen einige der Männer ermittelt worden sei. In der Nacht wurden demnach auch mindestens drei Brandsätze auf den Polizeiposten geschleudert. Insgesamt seien 17 Männer wegen der Taten an Halloween angeklagt, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde. Einige Verfahren seien jedoch abgetrennt worden.

In Walldorf wurden zwischenzeitlich Konsequenzen aus den Vorfällen gezogen. Einem Stadtsprecher zufolge wurden etwa die Öffnungszeiten des Jugendhauses verlängert, die mobile Jugendarbeit ausgebaut und der Gemeindevollzugsdienst aufgestockt. Zudem würden nun manche Orte in der Stadt videoüberwacht.

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