Baden-Württemberg Borkenkäfer lieben den Sommer, Waldbesitzer weniger

Ein Borkenkäfer in einem Gang, den das Insekt in den Stamm einer Fichte gefressen hat.
Ein Borkenkäfer in einem Gang, den das Insekt in den Stamm einer Fichte gefressen hat. © Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Stuttgart/Seebach / DPA 05.09.2018
Seit April ist es überwiegend heiß und trocken in Baden-Württembergs Wäldern gewesen: Borkenkäfer lieben das, Bäume und Waldbesitzer nicht.

Bereits die dritte Generation der kleinen Käfer, die besonders gerne Fichten befallen, ist nach Angaben des Ministeriums für den ländlichen Raum millionenfach unterwegs.

Drei Generationen des Buchdruckers gebe es nicht in jedem Jahr, vor allem niemals so früh wie 2018. „Insofern ist die Borkenkäfersituation landesweit mit regionalen Unterschieden angespannt“, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit.

Die Waldbesitzer seien gehalten, fichtenreiche Waldbestände noch bis Ende September nach Möglichkeit wöchentlich auf Käferbefall hin zu kontrollieren und befallene Hölzer rasch aufzuarbeiten und aus dem Wald bringen zu lassen.

Auch im Nationalpark Schwarzwald hat der Borkenkäferbefall wegen der für den Käfer optimalen Wetterverhältnisse merklich zugenommen. Da der Nationalpark selbst aber erst seit vier Jahren bestehe, seien Durchschnittswerte für dieses Gebiet nicht sehr aussagekräftig, teilte eine Sprecherin mit.

Flugaktivität der Käfer nimmt jetzt ab

In den vergangenen Jahren habe es deutlich weniger Borkenkäferholz gegeben. Damals seien die Wetterbedingungen mit mehr Niederschlägen im Sommer und geringeren Temperaturen ungünstiger für den Borkenkäfer gewesen. „Möglicherweise ist die Lage hier aufgrund des sehr intensiven Borkenkäfermanagements und der Höhenlage noch etwas entspannter als in anderen Gebieten oder Regionen.“

Wegen der nachlassenden Tageslänge und niedrigerer Temperaturen im September nimmt die Flugaktivität der Borkenkäfer jetzt nach Informationen der Forstlichen Versuchsanstalt langsam ab.

Forstliche Versuchsanstalt zum Borkenkäfer

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