Bisher hatte Bayern strengere Regeln, was den Impfstatus der Bürgerinnen und Bürger angeht. Die Booster-Impfung war bis vor kurzem erst nach zwei Wochen gültig. Das ändert sich in den Corona-Regeln nach der heutigen Kabinettssitzung allerdings. Als „geboostert“ gilt man künftig gleich nach der dritten Impfung oder nach einem Impfdurchbruch bei Menschen, die geimpft und genesen sind. Damit entfällt für Menschen mit „Auffrischung“ die Testpflicht in 2G-plus-Bereichen.
  • Was hat es Kabinett in Bayern zur Booster-Impfung beschlossen?
  • Ab wann gilt man als geboostert?
  • Wo gilt 2G+ und für wen entfällt die Testpflicht?

Wann gilt man in Bayern als „Geboostert“? Sofort nach der Corna-Impfung

Für Menschen mit Corona-Auffrischungsimpfung entfällt die zusätzliche Testpflicht in 2G-plus-Bereichen künftig unmittelbar nach der Booster-Impfung und nicht erst nach zwei Wochen. Das hat das Kabinett am Dienstag, 11.01.2022 beschlossen. Bisher waren Geimpfte, die die dritte Impfung (Booster) erhalten haben, im Gegensatz zu den Regeln in anderen Bundesländern, erst nach 14 Tagen von der Testpflicht befreit.

Geimpft und Genesen: Ab wann gilt man in Bayern als geboostert?

Zudem gibt es eine entsprechende Erleichterung für Menschen mit vollständiger Grundimmunisierung (doppelt geimpft), die anschließend genesen sind, also eine Corona-Infektion überstanden haben (sogenannter Impfdurchbruch). Auch für diese entfällt in 2G-plus-Bereichen – etwa Theatern und Kinos, die Pflicht zur Vorlage eines zusätzlichen Tests.

Bei 2G+ mit Booster-Impfung ist kein Corona-Test mehr nötig

In den meisten öffentlichen Bereichen gilt in Bayern die 2G oder sogar 2G+ Regel. Heute hat das Kabinett beschlossen, wie es für die Gastronomie im Freistaat weiter gehen soll. Nach der jüngsten Ministerpräsidentenkonferenz steht nun fest, dass in der Gastronomie in Deutschland fast überall 2G+ kommt. Bayern geht aber den Sonderweg und bleibt bei Restaurants und Co. vorerst bei der 2G-Regel. Die strengere Regel mit Testpflicht für Geimpfte und Genesene (2G-plus) gilt aktuell in diesen Bereichen:
  • Veranstaltungen außerhalb privater Räumlichkeiten
  • Sportstätten wie Fitnessstudios und Boulderhallen
  • Kulturbereich mit Theatern, Opern, Konzerthäusern, Bühnen, Kinos, Museen, Messen, Tagungen, Kongressen, Ausstellungen, Gedenkstätten, zoologischen und botanischen Gärten
  • Freizeiteinrichtungen wie Bädern, Thermen, Saunen, Solarien, Seilbahnen und Ausflugsschiffen, Führungen, Schauhöhlen und Besucherbergwerken, Freizeitparks, Indoorspielplätzen, Spielhallen und -banken, Wettannahmestellen und den touristischen Bahn- und Reisebusverkehr