27-Jährige stürzt aus Fenster Blutiger Beziehungsstreit in Bregenz

Polizisten mit Helmen und schusssicheren Westen gehen über eine Straße in der Nähe des Tatorts in Bregenz. Foto: Maurice Shourot/apa
Polizisten mit Helmen und schusssicheren Westen gehen über eine Straße in der Nähe des Tatorts in Bregenz. Foto: Maurice Shourot/apa © Foto: Maurice Shourot
Bregenz / DPA 25.06.2018

Bei einem Beziehungsstreit im österreichischen Bregenz ist eine 27-Jährige ums Leben gekommen. Ihr Partner wurde am Montag nach einem mehrstündigen Polizeieinsatz festgenommen.

Der 30-Jährige hatte zwischenzeitlich eine Frau und ein Kind als Geisel in seiner Gewalt, wie die Polizei am Abend mitteilte. Nach Verhandlungen mit Beamten habe er beide freigelassen. Die 27-Jährige sei aus einem Fenster acht Meter in die Tiefe gestürzt und wahrscheinlich an einer schweren Kopfverletzung gestorben.

Zunächst hatte die Polizei berichtet, die Frau sei erschossen im Treppenhaus gefunden worden. Man sei zunächst von Schüssen ausgegangen, sagte ein Polizeisprecher. Der Fundort Treppenhaus sei ein Missverständnis unter Polizisten gewesen, wie es in turbulenten Lagen vorkommen könne. Mehr als 100 Beamte waren im Einsatz. Weil die Polizei davon ausging, dass der Mann gefährlich war, wurde die Umgebung des Hauses abgesperrt.

Eine Zeugin hatte die Polizei am Vormittag wegen des lauten Streits alarmiert. Das Paar sei der Polizei bekannt gewesen. Die Frau sei aus dem Fenster gestürzt, als die Polizei eintraf. Der Mann habe am Fenster mit einer Waffe hantiert. Er verschanzte sich mit seinen Geiseln in der Wohnung, bevor er Frau und Kind ziehen ließ.

Die Polizei habe versucht, ihn bei der Übergabe von Zigaretten festzunehmen. Der Mann sei aber geflüchtet und aus dem Fenster gesprungen, aus dem seine Partnerin zuvor gestürzt war. Er zog sich nach Polizeiangaben schwere Verletzungen zu, war aber nicht in Lebensgefahr. Bei der Waffe, die die Polizei bei dem Mann gesehen hatte, dürfte es sich um eine Schreckschusswaffe gehandelt haben, so die Polizei.

Mit dem Paar hätten ein vierjähriges und drei weitere Kinder im Grundschulalter in der Wohnung gelebt. Drei seien zum Zeitpunkt des Streits nicht zu Hause gewesen. Die Kinder seien in Gewahrsam genommen worden.

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