Engstingen Biogasanlagen-Betreiber zahlt nach Havarie an Betroffene

Transportfahrzeuge für Gärflüssigkeit für eine Biogasanlage stehen vor der Anlage. Foto: Sascha Walther /Pressefoto Eibn/Archiv
Transportfahrzeuge für Gärflüssigkeit für eine Biogasanlage stehen vor der Anlage. Foto: Sascha Walther /Pressefoto Eibn/Archiv © Foto: Sascha Walther / Pressefoto Eibn
Engstingen / DPA 12.06.2018

Knapp eineinhalb Jahre nach der Havarie einer Biogasanlage in Engstingen (Kreis Reutlingen) hat der Betreiber erste Entschädigungen an Betroffene gezahlt. Seit zwei Monaten bedient die Firma Biga anteilig die Forderungen der mehr als 30 Geschädigten, wie Anwalt Tim Jakobs sagte. „Darauf haben alle gedrängt und sehnsüchtig gewartet“, sagte Bürgermeister Mario Storz (CDU).

Für Geschädigte sei die Zahlung von Geld „ein kleiner Lichtblick am Horizont“, sagte der Betroffene Ralf Stoll. Ein Lagerraum der Firma, für die er arbeitet, wurde bei der Havarie der Biogasanlage im Januar 2017 mit stinkender, brauner Brühe geflutet und Ware zerstört. Durch ein Leck an der Anlage flossen damals schätzungsweise 1,5 Millionen Liter Gärreste auf die Straßen eines Gewerbegebiets und in umstehende Gebäude.

Es soll mehrere Jahre dauern, bis der hohe sechsstellige Schadensbetrag in Raten zurückgezahlt ist. Anlagenbetreiber Biga Energie will das Geld von einer Versicherung einklagen, die sich aber weigert zu zahlen, weil die Anlage aus ihrer Sicht ohne Genehmigung betrieben wurde. Ein Gutachten zur Frage, wer verantwortlich für den Unfall ist, liegt der Staatsanwaltschaft Tübingen vor. Zum Inhalt macht eine Sprecherin aber noch keine Angaben.

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