Bretzfeld/Kämpfelbach Wenn „Onkel Jupp“ anruft: Zahlreiche Fälle von Telefonbetrug

Jemand telefoniert mit einem Mobiltelefon. Foto: Arno Burgi/Archiv
Jemand telefoniert mit einem Mobiltelefon. Foto: Arno Burgi/Archiv © Foto: Arno Burgi
Bretzfeld/Kämpfelbach / DPA 22.06.2018

Gleich mehrmals haben sich Betrüger im Südwesten als Verwandte ausgegeben und Geld von älteren Menschen erbeutet. Ein Unbekannter rief zuletzt etwa in Bretzfeld mehrere ältere Frauen an und gab sich als Neffe, Patenkind oder auch als „Onkel Jupp“ aus, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Obwohl es verschiedene Varianten seiner Geschichten gab, war die Absicht stets die Gleiche - er bat um Geld. Seine Forderungen bewegten sich laut Polizei zwischen 20 000 und 100 000 Euro. Einmal war er demnach erfolgreich und brachte eine 77-Jährige dazu, einer Komplizin Schmuck und Geld im Wert eines fünfstelligen Euro-Betrags zu geben. Die Täterin verschwand unerkannt, nachdem sie die Beute abgeholt hatte.

Mit einem ähnlichen Trick brachten Betrüger im Enzkreis indes eine 91 Jahre alte Frau um ihr Gold. Die Seniorin erhielt dabei einen Anruf von einer angeblichen Enkelin, die angab, Geld für einen Autokauf zu brauchen, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Die Seniorin aus Kämpfelbach hatte zwar kein Bargeld, bot der Anruferin aber Goldbarren und -schmuck im Wert eines fünfstelligen Euro-Betrags an. Die Anruferin kündigte daraufhin an, einen Bekannten zu schicken. Unter dem Vorwand, die Hausnummer nicht finden zu können, lockte der die Seniorin auf die Straße, wo sie ihm das Gold am Donnerstag gab.

Die Polizei warnt davor, sich am Telefon unter Druck setzen zu lassen. So sollte man sich vergewissern, ob der Anrufer tatsächlich ein Verwandter sei. Eine Möglichkeit sei es, aufzulegen und den angeblichen Verwandten selbst anzurufen.

Mitteilung

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