Eine besonders helle Erscheinung am Nachthimmel hat in Süddeutschland viele Menschen fasziniert. „Das war eine ganz besonders helle Sternschnuppe, eine sogenannte Feuerkugel“, sagte Benjamin Mirwald, Leiter der Bayerischen Volkssternwarte in München am Freitag. Die Sternschnuppe flog am Mittwoch über den Abendhimmel.

Das bestätigte auch Dieter Heinlein, Leiter des Feuerkugelnetzes des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Dort seien am Mittwoch und Donnerstag mehr als 60 Mitteilungen von Beobachtungen eingegangen. Das DLR hat in ganz Deutschland Kameras installiert, die den Himmel beobachten.

Den Bildern zufolge flog die Feuerkugel über den Nordschwarzwald und leuchtete rund drei Sekunden lang, so Heinlein. Sie sei in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen zu sehen gewesen, sagte Mirwald. Auch in Österreich, Frankreich und der Schweiz sei die Sternschnuppe gemeldet worden.

„Es ist zu früh, um zu sagen, ob sie den Boden berührt hat“, sagte Heinlein. Dazu müsse man die Ergebnisse der Auswertungen der Fotos und Videos abwarten. Dass es sich um einen Meteoriten handelt, der die Erde berührt hat, hält Mirwald für unwahrscheinlich. „Ein Meteorit fällt wirklich runter und ist etwa so groß wie ein Stuhl. So etwas wäre noch heller gewesen.“

Außerdem sei kein Geräusch wahrgenommen worden. „Wenn etwas so groß ist, dass es auf der Erde ankommt, würde man ein Donnergrummeln hören“, sagte der Leiter der Volkssternwarte. Er gehe davon aus, dass der faustgroße Stein in der Erdatmosphäre verglüht ist.

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