Karlsruhe Bank darf für Bareinzahlung nicht 7,50 Euro verlangen

Eurobanknoten liegen in einem Briefumschlag. Foto: Patrick Pleul/Archiv
Eurobanknoten liegen in einem Briefumschlag. Foto: Patrick Pleul/Archiv © Foto: Patrick Pleul
Karlsruhe / DPA 01.08.2018

Die Verwaltung von Bargeld kostet Banken Geld: An diesen Kosten dürfen sie ihre Kunden zwar grundsätzlich beteiligen. Eine Gebühr in Höhe von 7,50 Euro für die Bareinzahlung von Münzgeld ist allerdings zu hoch, entschied das Oberlandesgericht Karlsruhe nach einer Klage der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg (Az.: 17 U 147/17).

Die Begründung des Gerichts: Dieses Entgelt geht über die Kosten hinaus, die der Bank durch die Nutzung des Zahlungsmittels entstehen. Kunden werden durch die sogenannte Münzgeldklausel daher unangemessen benachteiligt. Sie müssen das Entgelt auch in den Fällen zahlen, in denen sie beispielsweise ein Minus auf ihrem Konto mit der Einzahlung von Bargeld ausgleichen wollen. Da die Bank Revision eingelegt hat, geht der Fall nun vor den Bundesgerichtshof (BGH).

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) Paragraf 307

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) Paragraf 312 a

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