Bahnpannen Bahn und Wolfsburg: Eine haltlose Beziehung

Ein ICE der Deutschen Bahn fährt durch den Hauptbahnhof in Wolfsburg.
Ein ICE der Deutschen Bahn fährt durch den Hauptbahnhof in Wolfsburg. © Foto: dpa
Günther Marx 03.01.2018
Es ist schon wieder passiert - und zwar dreimal. Im vergangenen Jahr verpassten erneut ICE-Züge den Halt in Wolfsburg.

Ob das mit der Bahn und Wolfsburg noch einmal in Ordnung kommt? Es ist auch im vergangenen Jahr wieder passiert: Dreimal rauschte ein ICE hindurch – ohne zu halten. Wolfsburg ist damit die Stadt mit den drei Merkmalen: VW, der Bundesligatruppe vom VfL, immerhin mal deutscher Meister und seither auf der Suche nach sich selbst, und einem Bahnhof mit zuweilen erbosten Reisenden, die ein­- oder aussteigen wollen, aber nicht können, weil der Lokführer mal wieder nicht aufgepasst hat.

 Die Deutsche Bahn spielt die Sache runter. Bei mehr als 500.000 Fahrten im Fernverkehr mit fast drei Millionen Stopps könne so was schon mal passieren. Und wenn man die Zahlen vergleicht, hat die Bahn sogar Recht.

Auch der Hinweis, dass die vielen Baustellen, die spezielle Fahrpläne erfordern, eine der Pannenursachen sein könnte, ist nicht von der Hand zu weisen. Wer häufig mit der Bahn unterwegs ist, ob im Fern­ oder Nahverkehr, könnte da aus eigener Erfahrung manches Unerfreuliche beisteuern.

Doch müsste nicht bei jedem Lokführer inzwischen ein inneres Alarmsignal ertönen, wenn auch nur im entferntesten der Name Wolfsburg auftaucht? Schon wenn der Zug die Landesgrenze zu Niedersachsen überquert oder besser noch, schon wenn er den Hauptbahnhof in Berlin verlässt? Warum das nicht funktioniert, immer wieder, bleibt rätselhaft.

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