Amerdingen Bärenfalle zur Biberjagd aufgestellt

Ein Biber sitzt im Biosphärenreservat Mittelelbe im hohen Gras.
Ein Biber sitzt im Biosphärenreservat Mittelelbe im hohen Gras. © Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Ulm / AB 29.08.2018
An einem Gewässer in Amerdingen (Kreis Donau-Ried) wurde eine Bärenfalle gefunden. Die Polizei vermutet Selbstjustiz gegen Biber.

An einem Gewässer in Amerdingen (Kreis Donau-Ried) wurde eine Bärenfalle gefunden. Die Polizei vermutet Selbstjustiz gegen Biber, da die Falle an einem, offensichtlich von dem Tier geschaffenen, Trampelpfad aufgestellt wurde.

Bärenfallen in Deutschland verboten

Die Verwendung von Bärenfallen, oder auch Tellereisenfallen, ist in der EU seit 1995 verboten.

Die Wahrscheinlichkeit, dass das Tier sofort stirbt, wenn die Falle zuschnappt, ist sehr gering. In den meisten Fällen bleibt das Tier mit eingeklemmten Gliedmaßen in der Falle hängen.

Gefahr für Menschen

Tritt ein Mensch in die Falle, würde auch dieser sich mit hoher Wahrscheinlichkeit starke Quetschungen zuziehen. Die aufgestellte Falle im Amerdingen sei an einer Stelle gefunden worden, an der sich häufig Kinder aufhalten, so berichtet der SWR.

Biberpopulation in Deutschland

Da er wegen seinem Pelz und dem schmackhaften Fleisch gejagt wurde, war der Nager im 19. Jahrhundert beinahe vollständig aus Europa verschwunden.

In Deutschland fanden mehrere Wiedereinbürgerungen der Tiere statt. Dennoch zählt der Biber noch immer zu einem der seltensten Tiere in Deutschland.

Die Polizei ermittelt

Da das Aufstellen und Verwenden solcher Fallen streng verboten ist, ermittelt die Polizei wegen dem Verdacht der Jagdwilderdei, so wie wegen des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz.

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