Bucks heile Welt Bade-Gelegenheiten: Die Qual der Wahl

Autorenfoto
Autorenfoto © Foto: Christian Käsmayr
Ulm / Gerlinde Buck 25.08.2018

Ist es nicht herrlich? Um so richtig baden zu gehen, braucht man weder einen figur­erhebenden Tankini noch ein versenkbares Vermögen.  Bade-Gelegenheiten gibt es gratis überall. Ein Luft-Bad zum Beispiel ist grundsätzlich immer möglich, sogar in Büroräumen, wenngleich wegen der Dicke des Badezusatzes nicht tagtäglich zu empfehlen.

  Ein Bad in der Menge hingegen kann ganz erfrischend sein, sofern man nicht die Königin von England ist und dabei  irgendwelche Trumpel hofieren muss. Wenig erquicklich auch die Gefühle im allmorgendlichen Leitplankenerneuerungsstau auf der Bundesstraße 30 und an  ähnlich neuralgischen Stellen: Ein einziges übermäßiges Verkehrsmengen-Bad  kann  den  Erholungseffekt eines ganzen Urlaubs ruinieren!

  Es sei denn, man steuert vorbeugend mit Wald-Bädern gegen. Entsprechende Anlagen gibt es häufig  direkt an der Autobahn: Es ist das Grüne rechts und links, das man bei Tempo 200 nur als Strich wahrnimmt, welches aber in Wirklichkeit aus   tausenden wohlriechender, himmelwärts strebender Teile besteht, aus so genannten Bäumen. Glücklicherweise gibt es nicht  nur in Japan, sondern auch hierzulande mittlerweile jede Menge Wald-Bademeister, die selbst die größten Bademuffel das Eintauchen lehren: in Farne, Moos und Wurzelwerk.

Wir müssen los. Mit Vollgas ins Grüne, das Wald-Pferdchen machen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel