Schönbrunn / DPA  Uhr
Ein defekter Aufzug in einem Seniorenheim in Schönbrunn (Rhein-Neckar-Kreis) hat die Tierrettung auf den Plan gerufen - sonst wollte niemand helfen.

Mit sonst für verletzte Tiere gedachten Tragetüchern brachten die Helfer die alten Menschen am Donnerstagabend auf ihre Zimmer.

Als die Bewohner nach dem Abendessen auf ihre höher gelegenen Zimmer gelangen wollten, streikte der Aufzug. Dessen Wartungsunternehmen verweigerte Hilfe ebenso wie die örtliche Rettungsleitstelle, wie Klaus Kraft von der Haus-&Wildtierrettung Neckartal-Odenwald am Freitag mitteilte. Der Vize-Chef der Integrierten Leitstelle Rhein-Neckar in Ladenburg, Kay Estelmann, sagte zu dem Fall: „Wir sind selbst noch am Aufarbeiten“.

Niemand sonst half den Senioren: „Kein Notfall“

Tierretter Kraft nannte es völlig unverständlich, dass die Lift-Firma trotz eines 24-Stunden-Wartungsvertrages sich nicht zur Reparatur in der Lage gesehen habe und die örtliche Rettungsleitstelle die Feuerwehr nicht habe schicken wolle, weil es sich nicht um einen Notfall handele. Kraft: „Schließlich wird doch bei jeder Katze, die sich im Baum zu hoch hinaus gewagt hat, die Feuerwehr mit Drehleiter geschickt.“ Überdies wären die Senioren ohne ihre Medikamente und Bettruhe schnell zum Notfall geworden.

Heimleitung rief schließlich die Tierrettung

Die Heimleitung habe dann die Tierrettung angerufen, die mit sechs bis acht Kräften angerückt sei. Da Tragen nicht durchs Treppenhaus passten, brachten nach Krafts Angaben jeweils mehrere Helfer sechs gehbehinderte Heimbewohner mit großen Tragetüchern in ihre Zimmer. Sonst werden mit den Tüchern verletzte Hunde oder Rehe gerettet.

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