Wie Friso haben schon andere prominente Komapatienten Aufsehen erregt.

Monica Lierhaus: Nach Komplikationen bei einer Gehirn-Operation lag die ARD-Sportmoderatorin vier Monate im künstlichen Koma. Im Februar 2011 zeigte sie sich - deutlich von ihrer Krankheit gezeichnet - zum ersten Mal wieder einem Millionenpublikum, als sie bei der Gala zum Medienpreis Goldene Kamera einen Ehrenpreis entgegennahm. Als Botschafterin der ARD-Fernsehlotterie gelang der 41-Jährigen eine zumindest teilweise Rückkehr in ihren alten Beruf.

Ariel Scharon: Auf dem Höhepunkt seiner Macht und Popularität erlitt der ehemalige israelische Ministerpräsident einen Schlaganfall. Seit Januar 2006 liegt der 84-Jährige im künstlichen Koma.

Terri Schiavo: Nach einem Zusammenbruch fiel die Amerikanerin 1990 in ein Wachkoma und wurde künstlich ernährt. Ihr Ehemann setzte nach langem erbitterten Streit 2005 gegen den Willen ihrer Eltern ein Ende der künstlichen Ernährung durch, was schließlich zum Tod der 41-Jährigen führte. Der Fall löste international eine Debatte über Sterberecht und Sterbehilfe aus.

Besonders aufsehenerregend waren Fälle, in denen die Patienten nach jahrelangem Koma wieder erwachten. Ärzte hatten dafür keine medizinische Erklärung.

Juli 2003: Nach 19 Jahren im Koma wacht ein Amerikaner plötzlich wieder auf. Sein erstes Wort sei "Mama" gewesen, berichtete die Mutter des 39-Jährigen. Dann sollen die Worte "Pepsi" und "Milch" gefolgt sein. Der Mann war 1984 im Bundesstaat Arkansas mit seinem Auto verunglückt.

Dezember 2000: Am Heiligen Abend erwacht nach 16 Jahren Bewusstlosigkeit eine 42-jährige Frau aus Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico. Sie kann zum ersten Mal ihren 16-jährigen Sohn Mark umarmen, bei dessen Kaiserschnitt-Geburt sie einen Atemstillstand erlitten hatte und ins Koma gefallen war.