Markgröningen Auch der Wolf ist Thema beim Schäferlauf in Markgröningen

Schäfer Herbert Schaible steht während dem Leistungshüten in Markgröningen neben Schafen. Foto: Sebastian Gollnow/aktuell
Schäfer Herbert Schaible steht während dem Leistungshüten in Markgröningen neben Schafen. Foto: Sebastian Gollnow/aktuell © Foto: Sebastian Gollnow
Markgröningen / DPA 24.08.2018

Erster Höhepunkt bei den Feiern zum Schäferlauf: Vier Schäfer und eine Schäferin sind am Freitag zum traditionellen Leistungshüten in Markgröningen angetreten. Mehrere Hundert Zuschauer verfolgten den Wettbewerb, bei dem die Teilnehmer eine fremde Schafherde unter anderem über eine Straße und eine Brücke führen mussten. „Das ist der klassische Alltag der Schäfer“, sagte einer der Organisatoren. „Für uns in Markgröningen ist das einfach ein schönes Event“, sagte hingegen eine Zuschauerin.

Insgesamt werden zu den Feierlichkeiten, die bis Montag dauern, 100 000 Zuschauer erwartet. Der Lauf der jungen Schäfer und Schäferinnen über ein Stoppelfeld steht an diesem Samstag an. Der Schäferlauf wurde urkundlich erstmals 1445 erwähnt. Damit soll auch auf die Situation der 150 hauptberuflichen Schäfer im Land hingewiesen werden. Sie klagen über hohe Schurkosten und billige Lammfleischimporte.

Ein Thema in Markgröningen ist auch die Rückkehr des Wolfes. Immer wieder werden Herden von Wölfen angefallen. Allein im April tötete eines der Raubtiere in Bad Wildbad mehr als 40 Schafe. „Wir wissen nicht, wie wir das Problem in den Griff kriegen können“, sagte Hansjörg Wenzler, Zuchtleiter beim Landesschafzuchtverband.

Der Markgröninger Schäferlauf

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