Moskau Astronaut Gerst freut sich auf Quarantäne in Baikonur

Alexander Gerst startet am 6. Juni zu seiner zweite Mission zur Raumstation ISS. Foto: Pavel Golovkin
Alexander Gerst startet am 6. Juni zu seiner zweite Mission zur Raumstation ISS. Foto: Pavel Golovkin © Foto: Pavel Golovkin
Moskau / DPA 14.05.2018

Nach harten Prüfungs- und Trainingswochen freut sich der deutsche Astronaut Alexander Gerst auf die Zeit der Quarantäne vor seinem Start zur Internationalen Raumstation (ISS). „Wir hatten in den letzten drei Wochen sieben Prüfungen. Da ist einiges liegen geblieben“, sagte Gerst am Montag im Kosmonautenausbildungszentrum bei Moskau. „In Baikonur ist es eine ruhigere Zeit, da kann man noch Dinge wegarbeiten.“

Gerst startet am 6. Juni vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan aus zur ISS. Dort soll der Geophysiker aus Künzelsau in Baden-Württemberg ein halbes Jahr bleiben und für einige Monate auch als erster Deutscher das Kommando übernehmen. Dafür habe er einiges nebenher zu organisieren und zu planen, sagte Gerst.

In den vergangenen Wochen hatte Gerst im Ausbildungszentrum im Sternenstädtchen bei Moskau intensiv trainiert. In den kommenden Tagen fliegt er mit seinen Kollegen, dem Russen Sergej Prokopjew und der US-Amerikanerin Serena Auñón-Chancellor, nach Baikonur. Dort verbringen die Raumfahrer routinemäßig die letzten Tage in Quarantäne, damit sie keine Infektionen mit auf die Station nehmen.

Esa-Webseite zur Mission "Horizons"