Künzelsau / DPA  Uhr

Der Astronaut und ISS-Kommandant Alexander Gerst ist Namensgeber für die Sternwarte in seiner Heimatstadt Künzelsau. Den Schlüssel dafür brachte ihn von seiner letzten ISS-Mission mit zum Spatenstich. "Astro-Alex" hatte den Schlüssel im Weltraum-Bahnhof Baikonur verbotenerweise in seinen Anzug gesteckt, verborgen in einem Taschentuch. Gerst sprach deshalb beim Blick auf das Observatorium in doppeltem Wortsinn von einem "Schlüssel zum Universum". 130 Millionen Kilometer hat der Schlüssel für die Alexander Gerst Sternwarte zurückgelegt.

Der Initiator des Projekts, Christian von Stetten (MdB) verriet, dass er Gerst den Schlüssel zu seiner privaten Wohnung anvertraut habe. Dieses Schloss habe er auswechseln müssen.

Empfang in Künzelsau für Astronaut Alexander Gerst

Künzelsau feiert seinen populären Ehrenbürger mit einer "Welcome Party". Alle hoffen mit Astro-Alex, dass sein Wunsch in Erfüllung geht und er einen Platz bekommt in der Orion-Rakete, die eines schönen Tages auf dem Mond landen soll.

Beim Spatenstich: Alexander Gerst, links neben von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, zu dessen Zuständigkeit die Raumfahrt gehört.
© Foto: Hans Georg Frank

Dieses Foto zeigt den Spatenstich für die Alexander Gerst Sternwarte bei Schloss Stetten nahe Künzelsau. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bezeichnete Gerst als "Überflieger, der gleichzeitig mit beiden Beinen fest auf der Erde geblieben ist".

Astro Alex zeigt Heimatverbundenheit

Über 5000 Fans feierten in Künzelsau die Rückkehr des Astronauten Alexander Gerst in seine Heimatstadt. Die Party sollte verstanden werden als offizieller Abschluss der ISS-Mission. "Astro-Alex" zeigte seine Heimatverbundenheit auf die nicht nur in Hohenlohe beliebte Art. "Ich bin kein Superstar", betonte er. Mit seiner Raumfahrt und den aus dem All verbreiteten Appellen zum Schutz der Erde habe Gerst mehr für unser Land geleistet "als Politiker jemals in ihrem ganzen Leben zustande bringen ", lobte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

Astronaut Alexander Gerst - Zahlen und Fakten

  • Rekordzeit im Weltall: Bei zwei Missionen (Blue Dot und Horizon) hat Gerst 362 Tage, 1 Stunde und 51 Minuten im All verbracht – europäischer Rekord.
  • Gerst gehörte zu den Teams der ISS-Missionen 40/41 und 56/57.
  • Sein Außeneinsatz beim ersten Raumflug dauerte 6 Stunden und 13 Minuten.
  • ´Die Raumstation ISS wiegt 450 Tonnen. Sie ist mit einer Geschwindigkeit von 28.000 Stundenkilometern zwischen 370 und 460 Kilometern über der Erde unterewegs.
  • 3152 Erdumrundungen, jede innerhalb von 94 Minuten, absolvierten die Astronauten in der Raumstation.
  • 65 Experimente gehörten zu Gersts Arbeitsauftrag, davon 50 mit deutscher Beteiligung. Seit 1998 war die ISS Labor für rund 2500 wissenschaftliche Versuche.
  • Der Hohenloher ist der erste ISS-Kommandant aus Deutschland.
  • In der ISS hat der Astronaut täglich 2,5 Stunden Sport getrieben, um körperlich fit zu bleiben.
  • Jeden Tag hat Gerst 16 Sonnenaufgänge beobachten können.
  • Der promovierte Geophysiker und Vulkanologe ist der elfte Deutsche, der ins All gestartet ist.
  • Gerst ist 43 Jahre alt – am 3. Mai 1976 in Künzelsau geboren.

Das könnte dich auch interessieren:

Nach dem Ausstieg von Vanessa vor dem Finale von „Germany's next Topmodel“ sperrt Prosieben sie auf Instagram. Nach ihrer emotionalen Reaktion darauf ist ihr alter Account offline - vorübergehend.

Am 27. April kam es zu einer brutalen Schlägerei am Göppinger Bahnhof. Mehrere Männer schlugen auf ihr am Boden liegendes Opfer ein. Ein Helfer schildert, was passierte und weshalb es bis heute keinen Zeugenaufruf gab.