Mit einem neuen Membranfilter für Klärschlamm hat ein 74 Jahre alter Erfinder aus Gaggenau die Jury überzeugt und den Artur-Fischer-Erfinderpreis gewonnen. Edmund Eraths Idee, aus Klärschlamm Stoffe wie Nickel zur Wiederverwertung herauszufiltern, sei ressourcenschonend und umweltfreundlich zugleich, urteilten die ausrichtende Fischer-Unternehmensgruppe und die Baden-Württemberg Stiftung am Mittwoch in Stuttgart. Für den ersten Platz in der Kategorie „Private Erfinderinnen und Erfinder“ bekommt der Gaggenauer Umweltschutz-Berater 10 000 Euro. Erath erhielt auch den Sonderpreis Ressourcen-Effizienz (5000 Euro) der Unternehmensgruppe Fischer.

In diesem Jahr war nach Fischer-Angaben vor allem die Resonanz auf den Schülerwettbewerb mit 78 eingereichten Ideen hoch. Bei den weiterführenden Schulen gewannen David Messmer und Samuel Dilger vom Schülerforschungszentrum Südwürttemberg in Tuttlingen den ersten Preis für einen „Gasblasenabscheider für Kühlmittelkreisläufe“. In der Kategorie Klasse 8 bis 10 gewannen zwei Erfinderinnen von der Deutschen Schule Alexander von Humboldt in Lima (Peru). Matilde Leni Ontrop und Sophia Kiwitt Lopez wiesen die antibakterielle Wirkung einer peruanischen Heilpflanze nach. Im Wettbewerb bis Klasse 7 belegte Alexander Resnik aus Aalen den ersten Platz mit einer Wärmedämmung aus Nussschalen.

Der Artur Fischer Erfinderpreis ist mit insgesamt 38 000 Euro dotiert. Er wird seit 2001 alle zwei Jahre an private Erfinder und Schüler vergeben.

Der Preis erinnert an seinen Namensgeber Artur Fischer (1919-2016), der mit seinen Kunststoff-Dübeln und dem „Fischertechnik“-Baukasten weltweit bekannt wurde. Auf das Konto des Unternehmers gehen mehr als 1100 Patente und Gebrauchsmusteranmeldungen.

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