Dessau Angler finden skelettierte Hand in einem Wels

Welse sind riesig. Dieses Tier in Frankfurt (Oder), misst 1,85 Meter.
Welse sind riesig. Dieses Tier in Frankfurt (Oder), misst 1,85 Meter. © Foto: dpa
Dessau / DPA 24.05.2016
Von Welsen hört man immer wieder furchterregende Geschichten: Jetzt fanden Angler in einem der Riesentiere eine menschliche Hand.

Grausiger Fund: Im Bauch eines Welses haben zwei Angler eine skelettierte Hand gefunden. Sie zogen den über 1,60 Meter langen und rund 30 Kilo schweren Raubfisch in Sachsen-Anhalt aus der Elbe, wie ein Polizeisprecher in Dessau sagte. Als sie den Fisch zerlegen wollten, sei die Hand zum Vorschein gekommen.

Wie beim Finden von Leichenteilen üblich, ermittele nun die Kripo zur Todesursache. Zunächst müssten sich aber Rechtsmediziner mit dem Körperteil befassen. Fragen gebe es viele. Stammt die Hand von einem Mann oder einer Frau? Wie alt ist sie? Wie kam sie in den Bauch des Tieres? „Das dauert vermutlich ein paar Wochen“, sagte der Sprecher. Erst wenn das geklärt sei, könne man Vermisstenfälle prüfen.

Flusswelse sind Europas größte reine Süßwasserfische. Sie werden zwischen einem und 1,50 Meter lang. Da die Tiere zeitlebens wachsen, können sie allerdings auch deutlich größer und schwerer werden. Es gibt Berichte über Tiere, die drei Meter lang und 150 Kilo schwer waren. Welse jagen vorwiegend in der Dämmerung und nachts. Sie fressen tote und lebende Fische, aber auch hin und wieder kleine Säugetiere und Vögel.

Der Landesanglerverband schloss aus, dass der Wels jemandem die Hand abgebissen hat. „Der hat doch gar keine Schneiden“, sagte Geschäftsführer Axel Ritzmann. Welse haben nur eine Art verhärtetes Maul mit kleinen Raspeln. Trotzdem machen Welse immer wieder Schlagzeilen. Der bekannteste war „Killerwels Kuno“, der 2001 in einem Mönchengladbacher Weiher einen Dackel verschlungen haben soll. Aufgeklärt werden konnte die Sache nie.

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