Ravensburg Angeklagter Supermarkterpresser gesteht die Tat

 08.10.2018, Baden-Württemberg, Ravensburg: Der angeklagte mutmaßliche Supermarkt-Erpresser (M) geht in Saal 1 des Landgerichts zwischen zwei Justizbeamten an seinen Platz.  Weil er Babynahrung vergiftet haben soll, muss sich der Mann wegen versuchten Mordes in fünf Fällen verantworten. Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
08.10.2018, Baden-Württemberg, Ravensburg: Der angeklagte mutmaßliche Supermarkt-Erpresser (M) geht in Saal 1 des Landgerichts zwischen zwei Justizbeamten an seinen Platz. Weil er Babynahrung vergiftet haben soll, muss sich der Mann wegen versuchten Mordes in fünf Fällen verantworten. Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ © Foto: Marijan Murat
Ravensburg / Pascal Tonnemacher 08.10.2018
Der angeklagte 55-Jährige Supermarkterpresser Jochen S. hat gestanden, vergifteten Babynahrungsgläser in verschiedenen Supermarktfilialen abgestellt zu haben.

Sein Verteidiger verlas das Geständnis beim Prozessauftakt, der sich nach einem Suizidversuch des Angeklagten um eine Woche verschoben hatte, vor dem Ravensburger Landgericht.

Der Angeklagte betont darin, niemandem geschadet haben zu wollen und dies durch die Erpressungs-E-Mail unter anderem an das Bundeskriminalamt sichergestellt zu haben. Er wolle sich daher nicht zum Mörder machen lassen. Babynahrung habe er lediglich gewählt, um eine größtmögliche Aufmerksamkeit zu bekommen. Im Rahmen des Geständnisses berichtete S. in einem von Verzweiflung geprägten Leben, das in der Trennung von seiner Lebensgefährten und der versuchten Entführung ihrer Nichte gipfelte. In der darauf folgenden Haftzeit plante er die Tat und das genaue Vorgehen.

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