Mosbach Angeklagter gesteht tödliche Schüsse auf Bekannten

Ein Mikrofon steht im Landgericht im Sitzungssaal auf dem Richterplatz. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv
Ein Mikrofon steht im Landgericht im Sitzungssaal auf dem Richterplatz. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv © Foto: Daniel Bockwoldt
Mosbach / DPA 23.07.2018

Ein Mann hat vor dem Landgericht Mosbach (Neckar-Odenwald-Kreis) gestanden, einen Bekannten getötet zu haben. Wie eine Sprecherin des Gerichts sagte, wurde der erste Prozesstag nach dem Geständnis am Montag schon am Vormittag beendet. Eigenen Angaben zufolge hatte der Angeklagte demnach 2013 auf den mutmaßlichen Einbrecher in seiner Scheune in Buchen geschossen. Der Bekannte habe dort eine Ausgabe von Adolf Hitlers „Mein Kampf“ und Weltkriegs-Devotionalien gestohlen (Az.: Az: 4 Ks 21 Js 608/18).

Es gebe keine Hinweise, dass die Männer der rechtsradikalen Szene angehörten, sagte die Sprecherin. Der 55 Jahre alte Angeklagte räumte demnach ein, er habe das Opfer seit Jahren gekannt. Allerdings habe sich das Verhältnis verschlechtert. Der Angeklagte soll den Bekannten bei dem Diebstahl in der Scheune gestellt und aus Zorn mit einer Pistole geschossen haben. Dabei soll er den 55-Jährigen an Oberkörper und Kopf getroffen haben. Daraufhin sei der Einbrecher auf ein gebogenes Eisenteil gerutscht, das sich in dessen Körper bohrte.

Die Leiche soll der Angeklagte auf dem Zwischenboden der Scheune versteckt haben. Als es im Winter auf dem Anwesen brannte und Ermittler die Scheune untersuchten, wurde die Leiche gefunden. Daraufhin ermittelten die Behörden und verhafteten den Angeklagten im Januar. Am zweiten Prozesstag - geplant ist der 13. August - sollen Sachverständige zu Wort kommen, sagte die Sprecherin am Montag.

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