Freiburg Pädophilie-Fall: Gericht prüft erste Prozess-Termine

Das Landgericht in Freiburg. Foto: Patrick Seeger/Archiv
Das Landgericht in Freiburg. Foto: Patrick Seeger/Archiv © Foto: Patrick Seeger
Freiburg / DPA 15.01.2018

Nach dem jahrelangen Missbrauch eines Neunjährigen im Raum Freiburg könnte ein erster Prozess im Frühjahr beginnen. Dem Landgericht Freiburg liege bereits die erste Anklage vor, sagte ein Sprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit werde geprüft, wann ein möglicher Prozess starten könne. Dies werde voraussichtlich noch vor dem Sommer sein, unter Umständen im April. Es hänge jedoch davon ab, ob noch Gutachten eingeholt werden müssten. Um welchen Angeklagten es sich handelt, wollten Gericht und Staatsanwaltschaft nicht sagen.

In dem Fall gibt es den Angaben zufolge acht Tatverdächtige aus dem In- und Ausland, sie sitzen alle in Untersuchungshaft. Gegen jeden wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft einzeln verhandelt, ein gemeinsames Gerichtsverfahren soll es nicht geben.

Der Junge war von mehreren Tätern wiederholt und an mehreren Orten in und um Freiburg missbraucht und vergewaltigt worden. Seine Mutter und ihr Lebensgefährte hätten ihn hierfür gegen Geld im Internet angeboten. Die Taten sollen sich von 2015 bis Herbst 2017 ereignet haben. Der Junge ist mittlerweile in staatlicher Obhut.

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