• Alpen-Sylt Nachtexpress führt 3G-Regel ein
  • Die neue 3G-Regel gilt von 9. September an
Das private Bahnunternehmen RDC führt die sogenannte 3G-Regel zum 9. September in seinem Fernzug nach Sylt ein. Ab dann müssen alle Fahrgäste ab 12 Jahren im Alpen-Sylt Nachtexpress entweder gegen Covid-19 geimpft, bereits genesen oder getestet sein, wie das Unternehmen am Freitag ankündigte. Im laufenden Reisejahr würden zudem Tickets für Schlaf- und Liegewagen weiter ausschließlich für Privatabteile angeboten. Fahrgäste reisen darin ohne Zustieg fremder Dritter.

RDC will Wunsch der Bundesregierung nach 3G in Fernzügen aufgreifen

Die Menschen brauchten Planungssicherheit beim Buchen ihrer Reisen, sagte RDC-Geschäftsführer Markus Hunkel. „Gern greifen wir daher den Wunsch der Bundesregierung auf, die 3G-Regel auch in Fernzügen umzusetzen. Zumal das organisatorisch und technisch mittlerweile für uns kein Hexenwerk mehr ist und Reisende diese Nachweise für Hotels und Gastronomie ohnehin benötigen.“

Drei Ministerien in Deutschland haben Bedenken wegen 3G in Zügen

Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine 3G-Regel zum Schutz vor Corona-Ansteckungen in Fernzügen trotz Bedenken aus Ministerien weiter für eine „mögliche und sinnvolle Maßnahme“. Verkehrs-, Gesundheits- und Innenministerium haben in einem gemeinsamen Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, erhebliche Bedenken gegen die 3G-Regel bei Bahnreisen geltend gemacht. Darin wird argumentiert, es gebe keinen Schwerpunkt im öffentlichen Personenverkehr bei Corona-Infektionen, die einem Ausbruch zugeordnet werden könnten.