Deutschland im Lockdown: Das ändert sich bei den Corona-Bestimmungen

Noch befindet sich Deutschland in einem Corona-Lockdown - und das mindestens bis zum 7. März. Dennoch gibt es zum Beispiel in Baden-Württemberg und Bayern schon erste Lockerungen.
Ab dem 1. März dürfen unter anderem
wieder öffnen.
Am 3. März treffen sich Bund und Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu Besprechungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie.

Entschädigungsreglen bei Schul- und Kitaschließungen sowie bei Quarantäne

Erwerbstätige Eltern, die ihre Kinder wegen Kita- oder Schulschließung oder einer behördlich angeordneten Quarantäne zu Hause betreuen müssen und dadurch einen Verdienstausfall haben, hatten bisher Anspruch auf eine Entschädigung. Diese Regel läuft zum 31. März 2021 aus. Ob sie angesichts der aktuellen Corona-Lage noch einmal verlängert wird, ist nicht bekannt.

Regierung schickt ab Montag SMS mit Corona-Infos an Einreisende

Wer nach Deutschland einreist, bekommt ab Montag zur Begrüßung eine SMS mit Informationen der Bundesregierung über die geltenden Corona-Regeln. Die Kurznachricht enthält einen Link auf eine Internetseite, die unter anderem Einreise- und Quarantänebestimmungen sowie allgemeine Hygienevorschriften wie etwa die Maskenpflicht erläutert, wie das Bundesgesundheitsministerium am Samstag mitteilte.
Die SMS wird demnach von den Mobilfunkanbietern verschickt, sobald sich ein Handy in ein deutsches Netz einbucht. Der Text lautet: „Die Bundesregierung: Willkommen/Welcome! Bitte beachten Sie die Test-/Quarantäneregeln; please follow the rules on tests/quarantine: https://bmg.bund.de/covid19“.
Corona und Familie Corona-Szenen einer Ehe

Ulm

Das ändert sich beim Online-Shopping: „Zwei-Faktor-Authentifizierung“

Online-Shopping wird komplizierter - aber auch sicherer: Bisher hat bei der Kreditkartenzahlung im Internet meist die Kredikartennummer, die Prüfnummmer und die Eingabe des Ablaufdatums gereicht, um einkaufen zu können. Das ändert sich ab dem 15. März: Dann ist eine „Zwei-Faktor-Authentifierzung“ notwendig. Das bedeutet, dass Verbraucherinnen und Verbraucher auf einem zweiten Weg nachweisen müssen, dass sie für das Bezahlen mit der Karte berechtigt sind, beispielsweise durch die Angabe einer TAN-Nummer.
Die Methode gilt als klare Verbesserung beim Thema Datensicherheit. Ob die Authentifizierung jedes Mal nötig ist, hängt aber von der Entscheidung der jeweiligen kartenausgebenden Bank ab. Kauft man häufiger bei dem selben Online-Händler ein, kann darauf verzichtet werden, jedes Mal die Zahlung per Kreditkarte mit zwei Faktoren freizugeben. Auch bei niedrigen Beträgen kann das zweistufige Verfahren gegebenenfalls wegfallen.

Das ändert sich bei Haushaltsgeräten

Neues Energielabel

Auf dem Energielabel, das den Verbrauch von Haushaltsgeräten mittels einer mehrfarbigen Skala bewertet, gehören die Angaben A+, A++ und A+++ der Vergangenheit an. Ab dem 1. März müssen Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen und Fernsehgeräte das überarbeitete EU-Energielabel tragen, wo die sieben Stufen mit den Buchstaben A bis G gekennzeichnet werden und die Richtwerte für die einzelnen Verbrauchslevel strenger sind als bisher. Außerdem müssen sich auf den Geräten zusätzliche Informationen etwa zur Lautstärke und dem Fassungsvolumen finden sowie ein QR-Code, über den weitere Angaben abrufbar sind.
Das neue Energielabel.
Das neue Energielabel.
© Foto: dpa-infografik GmbH

Leichtere Reparatur

Getreu dem Motto „Reparieren statt wegwerfen“ müssen neue Elektrogeräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen und Fernseher künftig leichter reparierbar sein. Ab dem 1. März sind die Hersteller nämlich verpflichtet, Ersatzteile bis zu zehn Jahre lang vorrätig zu halten. Dadurch soll beispielsweise verhindert werden, dass eine Spülmaschine nur wegen eines defekten Sprüharms verschrottet werden muss. Darüber hinaus müssen mit dem Gerät künftig Reparaturinformationen mitgeliefert werden, damit die Verbraucher selber zum Schraubenzieher greifen können und nicht unbedingt auf den teuren Kundenservice angewiesen sind.

Das ändert sich im Straßenverkehr

Wie jedes Jahr benötigen Mofas und Mopeds zum 1. März ein neues Kennzeichen. Anders als bisher muss es aber nicht mehr aus Blech sein - erstmals reicht auch eine bedruckte Klebefolie aus, die Jahr für Jahr auf der gleichen Trägerplatte angebracht werden kann. Dadurch soll der Kennzeichenwechsel nicht nur schneller und umweltschonender werden - ein neues Hologramm auf der Kennzeichenfolie soll auch für mehr Fälschungssicherheit sorgen.

Rentenanpassung im März 2021

Rentner im Westen Deutschlands müssen sich in diesem Jahr auf eine Nullrunde bei den Rentenerhöhungen einstellen. Ein Grund dafür ist die Kurzarbeit in vielen Branchen durch die Corona-Pandemie. Das drückt auf das Lohnwachstum, eine der Hauptquellen zu Berechnung eventuell steigender Renten.
Die „neuen“ Bundesländer in Osten stehen hingegen etwas besser da. Durch die gesetzliche Ost-West-Angleichung der Rentenhöhe wird es zum 1. Juli einen einen Anstieg von mindestens 0,7 Prozent geben. Die tatsächliche Erhöhung wird aber erst im März 2021 feststehen, wenn alle Daten vorliegen.

Fristende für Baukindergeld

Familien, die ein Haus oder eine Immobilie kaufen oder bauen und selbst einziehen, steht Baukindergeld zu. Wichtiger Stichtag ist hierfür der 31. März. Darauf weist die Verbraucherzentrale Bremen hin. Bis spätestens zu diesem Zeitpunkt muss der Kaufvertrag unterschrieben sein oder die Baugenehmigung vorliegen.
Spätestens sechs Monate nach dem Einzug muss der Antrag für das Baukindergeld gestellt worden sein. Hierfür ist die amtliche Meldebestätigung maßgeblich. Der Antrag muss bis spätestens 31. Dezember 2023 bei Einhaltung aller Förderbedingungen gestellt werden.
Anspruch auf Baukindergeld haben Familien mit mindestens einem Kind. Das Kind muss bei Antragsstellung unter 18 Jahre alt sein und mit in die neue Immobilie einziehen. Für jedes im Haushalt gemeldete minderjährige Kind können Familien einen Zuschuss von 1200 Euro im Jahr über 10 Jahre und somit insgesamt 12.000 Euro erhalten. Gestellt werden muss der Antrag bei der KfW.

Umstellung auf die Sommerzeit

Der Frühling ist da! Zumindest theoretisch. Der meteorologische Frühlingsbeginn ist am 1. März, der kalendarische Frühlingsanfang am 20. März. In der Nacht vom 27. auf den 28. März wird die Uhr umgestellt. In dieser Nacht verlieren wir eine Stunde, da die Uhr von zwei Uhr auf drei Uhr vorgestellt wird.