Konstanz Absturz am Bodensee: Pilot hatte Kontakt mit Luftsicherheit

Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks bergen die Trümmer aus dem Bodensee. Foto: Kohls/SDMG/Archiv
Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks bergen die Trümmer aus dem Bodensee. Foto: Kohls/SDMG/Archiv © Foto: Kohls
Konstanz / DPA 23.01.2018

Der Pilot des im Sommmer über dem Bodensee verunglückten Kleinflugzeuges hat kurz vor dem Absturz Kontakt mit der Luftsicherheit gehabt. Wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hervorgeht, hatte die Schweizer Firma Swiss Radar, die die Koordination des Luftraumes innehatte, den Piloten angefunkt, da das Flugzeug in der Luft langsamer geworden war. Der 74-Jährige habe nach drei Sekunden mit den Worten „We have an emerg...“ (auf Deutsch etwa: „Wir haben einen Not...“) geantwortet. Weitere Anrufe seien unbeantwortet geblieben.

Die Propellermaschine war Anfang August mit zwei Menschen an Bord in Zürich gestartet und wenig später nahe der Blumeninsel Mainau ins Wasser gestürzt. Der 74 Jahre alte Pilot und seine 75 Jahre alte Partnerin wurden getötet. Eine Obduktion des Piloten habe keine Hinweise auf eine Krankheit ergeben, hieß es im Zwischenbericht der BFU weiter. Das Video eines Zeugen habe gezeigt, wie das Flugzeug senkrecht aus den Wolken stürzte und beide Tragflächen abbrachen, bevor die Maschine auf der Wasseroberfläche aufprallte. Die Wrackteile mussten später aus dem Bodensee geborgen werden.

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