Glosse Abspecken auf Tonga

Tonga's Prime Minister Akilisi Pohiva (R) attends the opening of the 48th Pacific Islands Forum (PIF) in Apia, Samoa on September 5, 2017. The 48th PIF leaders meeting takes place from September 4-8.
Tonga's Prime Minister Akilisi Pohiva (R) attends the opening of the 48th Pacific Islands Forum (PIF) in Apia, Samoa on September 5, 2017. The 48th PIF leaders meeting takes place from September 4-8. © Foto: afp/Keni Lesa
Tonga / Michael Gabel 15.08.2018

Es könnte ein Leben sein wie im Schlaraffenland: An den Palmen baumeln Kokosnüsse, Stauden biegen sich vor reifen Bananen und Maracujas. Wer Hunger hat, bedient sich. Deshalb war die Vorratshaltung auf den tropischen Südseeinseln bis vor wenigen Jahrzehnten unbekannt. Nur ist bisher noch in jedes Paradies irgendwann die Sünde eingekehrt.

In Staaten wie Tonga, Samoa und den Cook Islands geschah dies in Form von Fastfood, Dosengerichten und süßen Drinks. Die Folge: Die Inselbewohner gehören heute zu den dicksten der Welt.

Akilisi Pohiva, Premierminister von Tonga (im Bild), will sich damit nicht abfinden. Er selbst ist zwar schlank, aber über seine Kollegen in der Region meint er vielsagend: „Wenn man sich die Staatschefs ansieht ... kein Kommentar.“ Beim nächsten Treffen des Pacific Islands Forum will er nun einen Abnehmwettbewerb vorschlagen, mit dem die Politiker mit gutem Beispiel vorangehen könnten. Nach einem Jahr  wird verglichen, wer am meisten abgespeckt hat.

Eine gute Idee. Überhaupt sollte es mehr Wettbewerbe unter Politikern geben. Wer fischt das meiste Plastik aus dem Meer?, könnte eine Disziplin sein. Wer verschrottet die meisten Waffen?, eine andere.

Aber auch das Abnehm-Spiel hätte seinen Reiz. Haushoher Favorit wäre der CDU-Politiker Peter Altmaier, der über den Sommer angeblich 28 Kilo verloren hat.

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