Verspätungen im Zugverkehr Deutsche Bahn ersteigert „Verspätungsschal“

Eine Pendlerin hat die Verspätungen der Deutschen Bahn in einem selbstgestrickten Wollschal festgehalten.
Eine Pendlerin hat die Verspätungen der Deutschen Bahn in einem selbstgestrickten Wollschal festgehalten. © Foto: Fleig/Eibner-Pressefoto
München / dpa 17.01.2019
Für 7550 Euro wurde der von einer Pendlerin gestrickte Wollschal versteigert. Jetzt wurde bekannt, wer der Käufer ist.

Er wurde im Internet zum viralen Hit - der kunterbunte „Verspätungsschal“ aus Bayern. 7550 Euro brachte das Werk einer genervten Pendlerin aus dem Münchner Umland bei einer Internet-Auktion ein. Jetzt wurde bekannt, dass es die Deutsche Bahn war, die den Schal ersteigert hat.

Wie die Tochter der Strickerin am Mittwochabend auf Twitter mitteilte, hat das Digital-Team der Bahn bei der Auktion am Montagabend zugeschlagen. Der 1,50 Meter lange Schal war von einer Pendlerin aus dem Münchner Umland gestrickt worden, die sich über die Verspätungen der Bahn ärgerte.

Zugfahrten mit Wolle festgehalten

Jeden Tag strickte die Frau zwei Reihen: eine für den Hin- und eine für den Rückweg. Bei weniger als fünf Minuten Verspätung nahm sie graue, bei fünf bis 30 Minuten rosafarbene und bei einer Fahrt, die mehr als eine halbe Stunde verspätet war, rote Wolle. Ihre Tochter postete ein Foto des fertigen Schals auf Twitter, wo er begeisterte Reaktionen hervorrief. Die 7550 Euro sollen der Bahnhofsmission gespendet werden. Der Schal selbst wird der Deutschen Bahn wahrscheinlich nächste Woche übergeben. 

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