Am Himmel „Super-Blau-Blutmond-Finsternis“

Der Mond erscheint am 28.09.2015 über Berlin während einer Mondfinsternis fast vollständig in einem rötlichen Farbton. Foto: Soeren Stache
Der Mond erscheint am 28.09.2015 über Berlin während einer Mondfinsternis fast vollständig in einem rötlichen Farbton. Foto: Soeren Stache © Foto: Soeren Stache
Pasadena / DPA 31.01.2018
Eine seltene „Super-Blau-Blutmond-Finsternis“ wird Mondfans Ende Januar in ihren Bann ziehen.

Eine seltene „Super-Blau-Blutmond-Finsternis“ wird Mondfans Ende Januar unter anderem in Teilen Asiens und Australiens in ihren Bann ziehen. In der Nacht zum 31. Januar kommt der Mond der Erde dort nämlich nicht nur besonders nahe (Supermond), sondern es gibt auch eine sogenannte Blutmondfinsternis.

Dabei schiebt sich die Erde zwischen Sonne und Mond, und die langwelligen, um die Erde herumragenden Sonnenstrahlen tauchen den Mond in ein sanftes, dunkelrotes Licht. Zusätzlich ist auch noch „Blue Moon“. So wird das Phänomen genannt, wenn zum zweiten Mal in einem Monat Vollmond ist.

Folgende besondere Mondereignisse am Himmel sind von Ulm aus zu beobachten:

  • Totale Mondfinsternis am 27./28. Juli 2018
  • Totale Mondfinsternis am 21. Januar 2019
  • Partielle Mondfinsternis am 16./17. Juli 2019
  • Halbschatten-Mondfinsternis am 10. Januar 2020

In anderer Hinsicht jedoch ist der Bann des Mondes geringer als immer wieder gern behauptet: Er spielt nämlich keine große Rolle beim Entstehen von großen Erdbeben, wie US-Forscher jetzt zeigen konnten.

Die Geologin Susan Hough vom US-Amt für Bodenforschung hat in den „Seismological Research Letters“ über 200 stärkere Beben statistisch ausgewertet - jeweils im Zusammenhang mit den Positionen von Mond und Sonne. Ein minimaler Einfluss war nur bei den schwächeren Beben festzustellen, schreibt Hough. Er sei aber so gering, dass er keinerlei Konsequenz für die Vorhersage von Beben habe.