Des einen Leid, des anderen Freud: Bundestrainer Joachim Löw kann die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in den beiden anstehenden EM-Qualifikationsspielen gegen Weißrussland und Estland nach einem Sportunfall nicht betreuen. Der 59-jährige Löw liegt mit einer Arterien-Verletzung im Krankenhaus. Bei den anstehenden Spielen wird er von seinem Assistenztrainer Marcus Sorg vertreten.

Marcus Sorg war Spieler und Trainer beim SSV Ulm 1846 Fußball

Der gebürtige Ulmer Sorg war nach dem WM-Debakel 2018 mit dem erstmaligen Vorrunden-Aus eines DFB-Teams quasi zum ersten Assistenten von Löw ernannt worden. In seiner Jugend kickte er bei der TSG Söflingen im Ulmer Westen, später beim SSV Ulm 1846. Mit den Spatzen spielte der Offensivspieler unter anderem in der zweiten Fußball-Bundesliga. Als Trainer coachte Sorg drei Jahre lang den damaligen Oberligisten SSV Ulm 1846 (2204-2007).
Der gelernte Diplom-Ingenieur für Grundlagen- und Bauphysik, der mit seiner Familie in Neu-Ulm wohnt, wollte zwar schon immer „hauptberuflich im Fußball arbeiten“, doch sein Ziel sei es „nicht unbedingt gewesen, Bundesligatrainer zu werden“. Jetzt schlüpft Sorg zumindest für zwei Spiele sogar in die Rolle des Bundestrainers.

Joachim Löw wird für vier Wochen ausfallen

Der Grund für die Pause und den Aufenthalt in der Klinik sind Nachwirkungen eines Sportunfalls. Dabei wurde eine Arterie gequetscht und ein stationärer Aufenthalt nötig. „Bild“ berichtet, Löw sei vor Wochen beim Training eine Hantel auf den Brustkorb gefallen.
Der Deutsche Fußballbund (DFB) schreibt in einer Pressemitteilung. „Ich fühle mich schon wieder ganz gut, muss mich aber in den nächsten vier Wochen noch ein bisschen schonen.“ betont Bundestrainer Joachim Löw, „Ich bin in ständigem Austausch mit meinem Trainerteam, und wir werden auch rund um die beiden Länderspiele in engem telefonischen Kontakt bleiben. Marcus Sorg, Andy Köpke und Oliver Bierhoff haben im Zusammenspiel viel Erfahrung und gemeinsam werden wir diese kurze Pause gut überbrücken.“ Oliver Bierhoff ergänzt: „Das wichtigste ist, dass Jogi in ein paar Tagen wieder topfit ist. Auch wenn man spürt, dass er am liebsten schon wieder am Trainingsplatz stehen würde, ist es sicher richtig, sich noch zu schonen.“

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