In der aktuellen Corona-Krise ist für viele Arbeitnehmer Homeoffice angesagt. Um die Netze nicht zu überlasten, drosselten etwa Streaming-Dienste wie Netflix oder Youtube die Datenmenge. Trotz allem wirkt sich Homeoffice auf den Energieverbrauch im Haushalt asu. Die Verbraucherzentralen Bayern und Baden-Württemberg geben zusammen mit der Regionalen Energieagentur Ulm Tipps, um im Homeoffice Strom zu sparen.

So spart ihr mit dem richtigen Computer

Beim Computer sind es die Bauart und die Leistungsfähigkeit, die den Stromverbrauch erheblich beeinflussen. Ein Standard-Laptop verbrauche während eines Acht-Stunden-Tags und bei normalen Büroanwendungen etwa eine Fünftel Kilowattstunde. Ein Desktop-PC, also ein Computer mit separatem Bildschirm und Tastatur, verbraucht dreimal so viel.

Wer einen hoch gerüsteten Gaming-PC daheim hat, sollte den nicht über einen längeren Zeitraum für das Homeoffice verwenden.Weil die Leistungsfähigkeit bei diesen PCs viel höher ist, verbrauchen sie bei der Arbeit mit Texten und Tabellen oder beim Surfen im Internet mehr Strom. Im Vergleich zu einem „normalen“ Desktop-PC nämlich ganze 70 Prozent mehr.

  • In der Mittagspause und in kurzen Kaffeepausen soll man jeden Computer in den Energiesparmodus versetzen.
  • Nach Feierabend und bei längeren Pausen gilt: PC ausschalten.

Router: Mit den richtigen Einstellungen ziehen sie weniger Strom

Router gelten als richtige Strom-Fresser. Sie verbinden den PC über eine WLAN-Verbindung mit dem Internet. Um den Stromverbrauch der Router zu reduzieren, gibt es ein paar Tricks.

  • Die Datenübertragungsfunktion kann man bei vielen Modellen zeitlich begrenzen und etwa nachts ausschalten.
  • WLAN-Empfänger wie Smartphone, Smart-TV ebenfalls nachts vollständig ausschalten.
  • Gleiches gilt für WLAN-Repeater, die die Reichweite des Funknetzes in der Wohnung erweitern.

Spar-Tipp: Abschaltbare Mehrfachsteckdosen

Geräte, die zwar ausgeschaltet sind, aber in der Mehrfachsteckdose stecken, verbrauchen trotzdem Strom. Die Experten empfehlen deshalb abschaltbare Mehrfachsteckdosen. Wenn die angeschlossenen Geräte nicht gebraucht werden, sollte man die Steckdose ausschalten. Sogenannte „Slave-Steckdosen“ würden außerdem selbstständig Geräte wie Drucker etc. vom Netz nehmen, wenn sie nicht gebraucht werden.

Geräte mit Umweltzeichen kaufen

Grundsätzlich empfehlen die Experten, beim Kauf von Elektrogeräten auf das Umweltzeichen „Blauer Engel“ zu achten. Es markiert Produkte und Dienstleistungen, die besonders umweltschonend sind. So sieht das Zeichen aus: