Peking 35 Tote durch Erdrutsch in Nordwestchina - Taifun fegt über Taiwan

Peking / DPA 09.07.2016
Taifun in Taiwan, Erdrutsch in China - das Sommerwetter in Asien bringt Stürme, heftige Regenfälle und Überschwemmungen. Jetzt bedroht Wirbelsturm „Nepartak“ auch noch Chinas Küste.

Bei schweren Unwettern in Asien sind mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Im Nordwesten Chinas hat ein Erdrutsch mindestens 35 Menschen getötet. Ein Taifun über Taiwan kostete drei Menschen das Leben. Dutzende wurden verletzt.

Den Bergrutsch in der nordwestchinesischen Region Xinjiang in Kokyar in der Nähe von Kashgar hatten lang anhaltende, schwere Regenfälle ausgelöst. Er begrub mehrere Häuser eines Dorfs. Bis gestern wurden 35 Tote geborgen, teilte die Nachrichtenagentur Xinhua mit.

Die Behörden verhängten die zweithöchste Alarmstufe „Orange“, da „Nepartak“ weiter heftige Böen und Niederschläge bringen soll. Besonders die Küstenprovinzen Fujian und Zhejiang sind betroffen. Viele Gegenden werden seit Wochen von Überschwemmungen und Erdrutschen heimgesucht. Mehr als 100 Menschen wurden getötet.

In Taiwan hat der Taifun „Nepartak“ mit starken Böen und heftigen Niederschlägen viel Schaden angerichtet. Ein Soldat fiel auf einer Insel im Meeresweg der Taiwanstraße beim Fischen ins Wasser und ertrank. An der Ostküste wurde ein Mann an einem gesperrten Strand bei Hualien von hohen Wellen ins Meer gespült und später tot geborgen. Eine 71-Jährige in Taitung wurde von einem umstürzenden Schrank erschlagen.

Für 510 000 Familien fiel der Strom aus, 24 200 waren ohne fließendes Wasser. Mindestens 142 Menschen wurden im Osten der Insel durch umstürzende Bäume oder Glas von zerbrochenen Fenstern verletzt, teilte das Notfallzentrum in Taipeh mit. In rund 700 bergigen Gebieten warnten die Behörden aufgrund steigender Flusspegel vor Landrutschen. Mehr als 15 000 Menschen mussten sich in Sicherheit bringen.

Der Bahnverkehr in Taiwan wurde teilweise eingestellt, unter anderem für Hochgeschwindigkeitszüge. Mehr als 300 internationale Flüge wurden gestrichen. Die Windgeschwindigkeiten erreichten mehr als 200 Stundenkilometer, während der Wirbelsturm über Taiwan in Richtung chinesische Küste zog, wie das Wetteramt berichtete.

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